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Herzinfarkt: Vorbeugung für Frauen besonders wichtig

Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen sind für Frauen Studien zufolge besonders gefährlich.

dpa BERLIN. Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen sind für Frauen Studien zufolge besonders gefährlich. „Zwar haben insgesamt mehr Männer Herzinfarkte, aber während nur jeder zwölfte daran stirbt, ist es bei den Frauen jede fünfte Patientin“, sagte die Gefäßspezialistin Anne Hinrichs vom Vivantes-Klinikum Friedrichshain der dpa in Berlin.

Das gehe aus dem neuen Berliner Herzinfarkt-Register hervor. „Dieser Geschlechterunterschied zieht sich durch alle Studien der vergangenen 20 Jahre.“ Vorbeugung - durch genügend Sport und gesunde Lebensweise - sei für Frauen deshalb besonders wichtig.

Probleme der geschlechtsspezifischen Diagnose und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen sind ein zentrales Thema auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Gefäßmedizin vom Mittwoch bis Samstag in Berlin. „Es gibt mehrere Aspekte, an denen wir arbeiten müssen“, betonte Hinrichs. So zeigten Studien, dass Frauen als Patientinnen offenbar nicht so ernst genommen und im Krankenhaus viel seltener den Leitlinien gemäß behandelt würden.

Auch die Frage, ob Medikamente bei Frauen anders wirken als bei Männern, die bislang im Mittelpunkt der Gefäß-Studien standen, müsse mehr Beachtung finden, forderte Hinrichs. Denn eines sei durch diverse Studien belegt: Risikofaktoren für Gefäß- und Herzleiden, wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck, haben für Frauen schlimmere Auswirkungen. „Die Gefahr, durch Diabetes einen Schlaganfall oder eine Arterienverschluss-Krankheit zu bekommen, ist für Frauen deutlich größer“. Bei letzterer etwa ist das Risiko mehr als doppelt so groß.

Diese Faktoren gelte es deshalb so gering wie möglich zu halten. Hinrichs schlägt vor: „Fünf mal pro Woche 30 Minuten Aerobic wären prima - aber auch schon regelmäßiges Nordic Walking hilft, die Gefäße gesund zu halten.“

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