Higgs-Boson
Die Suche geht weiter

Es war eine der wichtigsten Forschungsmeldungen des Jahres: Physiker haben ein neues Teilchen nachgewiesen. Ist es wirklich das „Gottesteilchen“ Higgs-Boson? Die Frage wird wohl erst im kommenden Jahren beantwortet.
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Berlin„Gottesteilchen entdeckt!“ titelte ein großes deutsches Medium im Sommer. Die Physiker am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf waren vorsichtiger. „Wir haben in unseren Daten klare Anzeichen für ein neues Teilchen“, verkündete Fabiola Gianotti am 4. Juli.

Gianotti ist Sprecherin der Atlas-Gruppe, eines der beiden Teams mit zusammen rund 6000 Forschern, die am Teilchenbeschleuniger LHC nach dem Higgs-Teilchen fahnden. Weltweit lauschten der Italienerin an jenem Tag 270.000 Menschen live per Internet.

Von einem Gottesteilchen mochte Gianotti wie fast alle Physiker nicht sprechen. Aber klar ist: Higgs ist für unser Verständnis vom Aufbau der Materie fundamental - es wäre der letzte unbekannte Baustein im Standardmodell der Teilchenphysiker.

Ein paar Monate und Milliarden ausgewerteter Daten später sprechen zwar auch die Physiker von einer wissenschaftlich gesicherten Entdeckung eines Teilchens. „Noch immer ist aber nicht klar, ob es "Das Higgs" ist“, sagt Teilchenphysiker Joachim Mnich, der am Beschleunigerzentrum Desy in Hamburg und am Cern arbeitet.

Das stehe voraussichtlich erst im Frühjahr 2013 fest, und: „Ob es das einzige Higgs ist, das im Standardmodell vorausgesagt wurde, oder ob es noch mehrere Higgse gibt, ich glaube, diese Frage wird uns noch mehrere Jahre beschäftigen.“

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  • Die Zahlenangabe ist einmal doppelbelegt Klage 1,2,2,3 die Chronologie der Klagen stimmt, Gruß Friedrich Heß

  • Wir haben jetzt so grob 20 identifizierte Kandidaten und wir brauchen vielleicht 50, vielleicht 100, um die Eigenschaften studieren zu können. Eine klassische Eigenschaft ist, dass das Higgs-Teilchen in unterschiedliche Teilchen zerfallen kann, das tun sie zwar alle, aber beim Higgs-Teilchen ist es so, dass die Zerfälle in die Teilchen bevorzugt eintreten, die schwer sind. Je schwerer ein Teilchen, desto öfter zerfällt das Higgs-Teilchen. Das ist eine Eigenschaft, die man nachprüfen kann. Und da brauchen wir mehr als ein Paar Zerfälle. Wir haben im Moment fünf unterschiedliche Zerfallsarten versucht nachzuweisen. Noch nicht in allen sehen wir wirklich Kandidaten, um sagen zu können, da gibt es wirklich Zerfälle. Wir brauchen jetzt vielleicht zehn unterschiedliche Zerfallsarten, die wir dann nach der Masse sortieren können, um zu gucken, wie häufig diese sind.
    Abschließen möchte ich noch sagen, dass die Überschrift des Artikels (die türkische Regierung ist vor Kurzem aus der CERN-Forschung ausgestiegen) aus Anlage 3 sich von der von Anlage 1 unterscheidet,
    CERN-Forscher über Higgs: „Die Wissenschaft versucht nicht, Gott zu widerlegen“
    die die Frage offen lässt,
    „Das Higgs-Boson ist Grundlage unserer Existenz“
    ob hier nicht bewusst unzulässig einseitig an einem weltbildlichen Bekenntnis geforscht wurde. Aus all den Gründen stelle ich Strafanzeige wegen Betruges.
    Bitte schicken Sie mir umgehend eine Eingangsbestätigung. Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen.

    Mit freundlichen Grüßen

  • At 126.6 GeV, the observed likelihood of a Higgs decaying into two photons was 1.8+/- 0.3 at 6.1 standard-deviations (a confidence level of 99.99966 per cent).
    The "second mass" observation was derived from results of the particle's decay into four leptons. More specifically, at 4.1 standard-deviations (a confidence level of 99.534 per cent), the mass of the Higgs boson from this channel was calculated to be 123.5 +/- 0.9 GeV, which is conspicuously lower than the mass observed from the diphoton-decay channel (by about 3 GeV).
    Es gibt also hier ganz starke Hinweise, dass hier rein nach den vorher selbst festgelegten Kriterien des CERNS gar nichts auf ein Higgsteilchen geschlossen werden kann, nichts zu mutmaßen, ähnlich ist, sondern es sich nur um eine ganz gewöhnliche Teilchenentdeckung handelt, von denen schon Hunderte zuvor entdeckt wurden, also sogar ein eindeutiger Ausschluss des Higgsbosons angenommen werden muss und da dies undenkbar war, damit also nicht gerechnet wurde, wurden dann die Informationen dazu unterdrückt. Hier noch einmal die Kriterien des CERNS aus Deutsch Türkische Nachrichten, Merve Durmus, Wissenschaft, CERN-Forscher über Higgs: „Die Wissenschaft versucht nicht, Gott zu widerlegen“ veröffentlicht am 06.07.12, 16:50, die entsprechenden Stellen sind unterstrichen (siehe auch Anlage 3):
    Deutsch Türkische Nachrichten: Was benötigen die Forscher noch für einen definitiven Nachweis des Higgs-Teilchens?
    Achim Stahl: Wir wissen, da ist ein Teilchen. Jetzt geht es nur noch um die Frage, ob dieses Teilchen das Higgs-Teilchen ist. Dafür brauchen wir einfach mehr als 20 Ereignisse.

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