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Hintergrund: Entstehung tropischer Wirbelstürme

Tropische Wirbelstürme entstehen über großen, warmen Meeresflächen, wo viel Wasserdampf in die Atmosphäre aufsteigt.

HB HAMBURG. Der aufsteigende Wasserdampf kühlt ab und kondensiert, wobei wieder Wärme frei wird. Dadurch steigen die sich bildenden Gewitterwolken weiter auf, und es entsteht ein Sog, der noch mehr Wasserdampf von der Meeresoberfläche nach oben saugt. So bildet sich ein sich selbst verstärkendes Tiefdruckgebiet, das durch die Erddrehung spiralförmig abgelenkt wird und dadurch zu rotieren beginnt. In der Mitte entwickelt sich schließlich das windstille und klare Auge.

Ein tropischer Wirbelsturm kann einen Durchmesser von 500 bis 1 000 Kilometern haben. Im Auge des Sturmes, das einen Durchmesser von 20 bis 40 Kilometer haben kann, herrscht Windstille. Der Grund: Im Zentrum sinkt Luft ab, während sie sich im äußeren Ringbereich aufwärts bewegt. Dort werden Geschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde erreicht.

Solche Wirbelstürme kommen in einem Gürtel rund acht bis zwölf Grad nördlich oder südlich des Äquators vor. Aus dieser Wolkenwand stürzen in wenigen Stunden bis zu 1000 Liter Wasser auf einen Quadratmeter. So lange der Sturm übers Meer zieht, ist seine Kraft ungebrochen. Über Land verliert er schnell an Kraft, unter anderem, weil der Nachschub feuchtwarmer Luft fehlt.

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