Hintergrund
Kernspin- oder Magnetresonanztomographie

Die bei Patienten auch als Kernspintomographie bekannte Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht Medizinern den Blick ins Innere des menschlichen Körpers. Das Verfahren liefert präzise Bilder von Organen wie Hirn und Leber, aber auch von Gelenken wie dem Knie.

HB HAMBURG. Dabei werden keine Röntgenstrahlen oder Radioaktivität eingesetzt, die Methode macht sich Eigenschaften von Wasserstoff-Atomkernen zu Nutze. Auf Grund des hohen Wassergehalts der Körperzellen eignen sich die Wasserstoff-Atomkerne besonders gut für derartige Untersuchungen.

Die Kernspintomographie beruht auf der Beobachtung von Radiofrequenzsignalen, die von den Wasserstoff-Atomkernen im Gewebe ausgesendet werden. Dafür müssen sie sich in einem starken Magnetfeld befinden und mit einem kurzen Impuls aus Ultrakurzwellen angeregt werden. Die Methode baut darauf auf, dass sich die Wasserstoff- Atomkerne wie winzige Kreisel um ihre eigene Achse drehen und sich wie kleine Magneten verhalten. Auf ein äußeres Magnetfeld hin richten sie sich wie winzige Kompassnadeln aus. Der UKW-Impuls bringt die gleichmäßig ausgerichteten Atomkerne ins Schlingern. Anschließend pendeln die Kerne wieder zurück und senden dabei die Radiowellen aus.

Dabei verhalten sich die Atomkerne je nach Wassergehalt des Gewebes unterschiedlich, so dass Organ-Veränderungen wie etwa Tumoren zu entdecken sind. Für die Kernspintomographie werden räumlich unterscheidbare Wassersignale durch magnetische Zusatzfelder erzeugt. Aus zahlreichen Einzelmessungen lassen sich zwei- oder sogar dreidimensionale Bilder des Gewebes errechnen.

Mittels so genannter Kontrastmittel kann auch die Durchblutung etwa des Hirns gemessen und die Gefäße dargestellt werden. Dies ist insbesondere bei der Früherkennung von Schlaganfällen von Bedeutung. Die Kernspintomographie wird vor allem zur Untersuchung von Weichteilen eingesetzt und eignet sich weniger gut zur Untersuchung von Knochen.

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