Forschung + Innovation
Hirnschrittmacher erfolgreich gegen Parkinson

Im Kampf gegen die Schüttellähmung Parkinson berichten Ärzte von guten Ergebnissen mit dem so genannten Hirnschrittmacher. Die Hirnstimulation über eine operativ eingesetzte Elektrode verbessere die Lebensqualität der Patienten deutlich, wie eine vor kurzem abgeschlossene Studie belege.

dpa WIESBADEN. Im Kampf gegen die Schüttellähmung Parkinson berichten Ärzte von guten Ergebnissen mit dem so genannten Hirnschrittmacher. Die Hirnstimulation über eine operativ eingesetzte Elektrode verbessere die Lebensqualität der Patienten deutlich, wie eine vor kurzem abgeschlossene Studie belege.

Das sagte der Kieler Neurologe Prof. Günther Deuschl am Freitag beim Deutschen Neurologenkongress. Vor allem die Beweglichkeit habe sich merklich gesteigert, an den häufig auftretenden Depressionen der Patienten ändere sich dagegen nichts. Diese müssten unabhängig behandelt werden, sagte Deuschl.

Bei dem Eingriff werde eine kleine Elektrode auf einem genau definierten, nur fünf Quadratmillimeter großen Teil des Gehirns platziert, um dort überaktive Regionen des Hirns zu beeinflussen, beschrieb Deuschl. Weit mehr als 1 500 Parkinson-Patienten seien in Deutschland bereits operiert. Das Ergebnis sei der Medikamentenbehandlung überlegen, sagte der Kieler Neurologe.

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