Hitze, Kälte und Seewasser machen den Anlagen zu schaffen
Windkraft unter Extrembedingungen

Eis ist nicht die einzige Herausforderung, mit der die Windkraftbranche konfrontiert wird, seit mit dem Siegeszug der Rotoren auch immer häufiger rauhere Klimazonen als Standorte gewählt werden. Auch Hitze und salzhaltige Luft sind Bedingungen, auf die sich die Windbranche zunehmend einstellen muss.

HB DÜSSELDORF. Der Trick aus der Küche hat versagt. Ähnlich einer Teflonschicht sollte die Oberfläche der Rotoren im österreichischen Tauernwindpark den Eisansatz verhindern; bei Anlagen in fast 1900 Meter Höhe durchaus ein wichtiges Anliegen. Doch die Antihaftschicht funktionierte nicht wie erhofft - ein Beispiel dafür, dass es bei der Windkraft in Extremklimaten noch manches zu erforschen gibt. "Nur langsam tröpfelt das Wissen zusammen", sagt Henry Seifert vom Deutschen Windenergie-Institut in Wilhelmshaven, wenn er von den Problemen mit der Vereisung spricht.

Der Eisansatz allerdings ist das drängendste Thema. Bringt doch die Vereisung gleich mehrere Probleme: Zum einen verändert Eis das Profil der Rotorblätter, was zu erheblichen Mindererträgen führen kann; zum anderen muss eine Anlage bei stärkerer Vereisung abgeschaltet werden, weil andernfalls Eisbrocken umher fliegen können. Zudem fördert die Unwucht den Verschleiß.

Trotzdem hatte sich die Windbranche lange Zeit nur am Rande mit diesem Thema beschäftigt - waren doch Windkraftanlagen in kalten Klimaten kaum ein Thema. Aber inzwischen dringen die Rotoren immer mehr in kältere Regionen vor. Weltweit sind, wie der Schweizer Windverband Suisse Eole ermittelt hat, bereits 400 Anlagen mit zusammen 500 Megawatt Leistung in Regionen installiert, in denen Vereisung regelmäßig vorkommt.

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