Forschung + Innovation
Hoch dotierter Max-Planck-Forschungspreis an zwei Astrophysiker

Für die Erforschung der rätselhaften „Dunklen Energie“ im Kosmos erhalten zwei Astrophysiker den mit insgesamt 1,5 Mill. dotierten Max-Planck-Forschungspreis 2005.

dpa BONN/MüNCHEN. Für die Erforschung der rätselhaften „Dunklen Energie“ im Kosmos erhalten zwei Astrophysiker den mit insgesamt 1,5 Mill. dotierten Max-Planck-Forschungspreis 2005. Der Heidelberger Physikprofessor Christof Wetterich und der amerikanische Radioastronom Christopher Carilli bekommen die Auszeichnung zu gleichen Teilen.

Das teilten die Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn und die Max-Planck-Gesellschaft in München am Mittwoch mit. Der Preis wird am 29. Juni von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn in Berlin überreicht.

Seit einigen Jahren verdichten sich experimentelle Hinweise, dass eine unbekannte „Dunkle Energie“ den Kosmos immer schneller aufbläht. Das Verständnis dieses Phänomens lässt Rückschlüsse auf Ursprung und Zukunft des Weltalls erwarten. Während Carilli mit Radioteleskopen die Spuren der am weitesten entfernten Galaxien aus der Frühzeit des Universums beobachtet, gilt Wetterich als herausragender Experte für die Zusammenarbeit zwischen theoretischer Physik, Beobachtung und Simulationen.

Der Max-Planck-Forschungspreis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft vergeben und vom Bundesforschungsministerium finanziert. Die Auszeichnung fördert nach Auskunft der Institutionen deutsche und ausländische Wissenschaftler aus besonders zukunftsträchtigen Disziplinen, von denen weitere Spitzenleistungen erwartet werden. Der Preis wird im jährlichen Wechsel jeweils in einem Teilgebiet der Natur- und Ingenieurswissenschaften, der Lebenswissenschaften und der Geisteswissenschaften ausgeschrieben.

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