Hochgeschwindigkeitstransport Saudi-Arabien will Hyperloop-Strecke bauen

Von zehn Stunden auf 76 Minuten Reisezeit: Saudi-Arabien zeigt Interesse an einer Hyperloop-Strecke zwischen der Hauptstadt Riad und der Küstenstadt Dschidda.
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Erster Hyperloop-Testlauf geglückt

Erster Hyperloop-Testlauf geglückt

DüsseldorfDer saudische Kronprinz Mohammed bin Salman macht derzeit viele Schlagzeilen. Auf seiner zweiwöchigen Tour durch Amerika verspricht er Präsident Donald Trump, 400 Milliarden Dollar in den USA zu investieren, enthüllt zusammen mit dem Chef des japanischen Tech-Konzerns Softbank Pläne zum Bau des größten Solarprojekts aller Zeiten und spricht den Israelis das Recht auf ein eigenes Land zu – obwohl Saudi-Arabien Israel diplomatisch nicht anerkennt.

Nun die nächste große Ankündigung: Der 32-Jährige möchte offenbar in Saudi-Arabien eine Hyperloop-Strecke bauen lassen. Das gab bin Salman am vergangenen Wochenende bei einem Besuch des Virgin-Galactic-Testgeländes in der Mojave-Wüste bekannt. Dort enthüllte er gemeinsam mit Richard Branson, dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats von Virgin Hyperloop One, die neue Hyperloop-Kapsel.

Der Idee nach soll die Strecke von der Hauptstadt Saudi-Arabiens, Riad, bis zur wichtigen Hafenstadt Dschidda führen. Mit dem Auto dauert die Fahrt mindestens zehn Stunden, mit dem Flieger ist die Distanz von fast 1000 Kilometern in etwa anderthalb Stunden überwunden. Der Hyperloop soll die Reisezeit zwischen den Städten auf 76 Minuten verkürzen.

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Der Plan zum Bau der Hyperloop-Strecke sei Teil des „Vision 2030“-Entwicklungsplans Saudi-Arabiens, sagte bin Salman. Das Königreich möchte seine Wirtschaft umstrukturieren und Tech-Investoren anlocken, wofür der Kronprinz auf seiner USA-Reise wirbt. Auf lange Sicht soll Saudi-Arabien unabhängiger vom Öl werden.

Das vom Tesla-Gründer Elon Musk erdachte Hyperloop-Konzept sieht vor, dass per Magnetschwebetechnik angetriebene Kapseln, auch „Pods“ genannt, mit bis zu 1200 Stundenkilometern durch eine fast luftleere Röhre sausen. In Tests konnten die Kapseln bislang eine Höchstgeschwindigkeit von 387 Kilometern pro Stunde erreichen.

Der britische Starunternehmer Branson war im Oktober 2017 mit seiner Virgin Group in das Projekt eingestiegen – dafür wurde sogar der Name des Start-ups geändert.

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2 Kommentare zu "Hochgeschwindigkeitstransport: Saudi-Arabien will Hyperloop-Strecke bauen"

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  • Riyadh - Jeddah war für mich eine interessante Fahrt mit dem Auto.
    Hypperloop:
    2 Röhren durch die Wüste, Dehnungsthema durch starke Temperaturunterschiede,
    Aufgeständert wegen Topographie des Geländes (oder unterirdisch), mehrfach gesicherte Energieversorgung.
    Vacuum über 900 KM, Schwebegleiten bei 1200 Kmh, Schleusen, Druckkapseln,
    Kühlung der Kapseln, Parallele Strasse für Wartung, Überwachung und ev. Notbergung.
    Und sicher noch ein paar Kleinigkeiten dazu.
    Ein kleines Loch in der Röhre und das gesamte System ist defekt.
    Eine echte Aufgabe für Ingenieure !
    Kosten ? ... jedenfalls mehr wie die Mauer.

  • Überschrift und Artikel weisen eine Diskrepanz aus. Wenn man die Überschrift liest meint man das der Bau einer Hyperloop Strecke nahezu beschlossen ist. Wenn man den Text liest, stellt man fest dass es bislang lediglich eine freundliche Geste zugunsten einer Hyperloop gibt.

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