Hochschulen
Mehr Studiengänge mit lokalem Numerus clausus

Die Zahl der Studiengänge mit lokalem Numerus clausus (NC) ist in den meisten Bundesländern in den vergangenen Jahren stark gestiegen. In einigen Ländern wurden zudem Studienplätze abgebaut, so in Berlin, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

dpa HAMBURG. Die Zahl der Studiengänge mit lokalem Numerus clausus (NC) ist in den meisten Bundesländern in den vergangenen Jahren stark gestiegen. In einigen Ländern wurden zudem Studienplätze abgebaut, so in Berlin, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Das ergab eine dpa-Umfrage bei den zuständigen Ministerien. An den Berliner Universitäten werde der Zugang inzwischen fast zu 100 Prozent per Numerus clausus (NC) geregelt, an den Fachhochschulen zu etwa 75 Prozent, teilte eine Sprecherin der Wissenschaftsbehörde mit.

In Nordrhein-Westfalen schnellte die Zahl der NC-Studiengänge laut Innovationsministerium in den vergangenen fünf Jahren von 200 auf 764 im Wintersemester (WS) 2005/06 hoch. In Rheinland-Pfalz kletterte die Zahl von 31 im Sommersemester (SS) 2000 auf 218 im WS 2005/06, um zum jetzigen Studienhalbjahr leicht auf 205 zu sinken. Für Hessens Hochschulen gab der Sprecher des Wissenschaftsministeriums einen sprunghaften Anstieg lokaler Zulassungsbeschränkungen von 60 Prozent vom WS 2003/04 zum WS 2005/06 an.

Bundesweit hatten laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im vergangenen Wintersemester 49 Prozent aller Studiengänge einen örtlichen NC, weitere drei Prozent wurden im bundesweiten ZVS-Verfahren vergeben. Allein in Hamburg war im Vorjahr der Zugang zu 90,5 Prozent aller Studiengänge per NC beschränkt, in Niedersachsen und Brandenburg waren es jeweils 66 Prozent, so die Angaben aus den Ministerien. In Schleswig-Holstein seien schon „alle gängigen Fächer mit einem Numerus clausus bewehrt“, sagte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Heiner Dunckel. Die Hochschulen seien bei der Auslastung an der Obergrenze der Leistungsfähigkeit angelangt.

In Berlin, wo die Zahl der Studienplätze seit Mitte der 90er Jahre bis 2001 bereits von 115 000 auf 85 000 reduziert wurde, sollen bis 2009 insgesamt weitere 1 000 Plätze abgebaut werden. In Hamburg, wo die Zahl der Studienanfänger seit 2000 leicht von 11 850 auf 10 700 in 2005 gesunken ist, wollen die Hochschulen die Zahl der Erstsemester bis 2012 auf etwa 9 600 drücken, um die verbleibenden Studenten besser betreuen zu können. In Baden-Württemberg sank die Zahl der Studienanfänger 2003/04 von 53 400 auf 49 500 im WS 2005/06. Grund sind laut Wissenschaftsministerium Zulassungsbeschränkungen, die die Universitäten erhoben haben. Nach dieser „Delle“ sollen aber vom kommenden Jahr an wieder mehr Studienplätze entstehen.

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