Holografische Systeme: Laserlicht speichert riesige Datenmengen

Holografische Systeme
Laserlicht speichert riesige Datenmengen

Nach jahrzehntelanger Forschung sind die ersten holografischen Speichersysteme marktreif. Das amerikanische Unternehmen Inphase will noch in diesem Jahr in die Serienproduktion für holografische Speicher einsteigen – 2008 sollen dann auch wiederbeschreibbare Medien angeboten werden.

TÜBINGEN. Das Konzept der Holografie, bei der ein dreidimensionales Bild von einem Laser generiert wird, stammt aus den 60er-Jahren. Doch erst durch eine preiswertere und präzisere Lasertechnologie ist die Vision der holografischen Speicherung von Informationen bezahlbar geworden.

Das Prinzip: Das Licht eines Laserstrahls wird in zwei Strahlen aufgeteilt. Der Signalstrahl transportiert die Daten, der Referenzstrahl wird zum Auslesen benötigt. Das Hologramm entsteht, wenn sich die beiden Lichtbündel im Speichermedium überlagern. Der Signalstrahl enthält ein Bündel von helleren und dunkleren Pixeln, die die Datenbits abbilden. Wenn sich die beiden Strahlenbündel überlagern, reagiert das Trägermaterial, die Information wird gespeichert.

Wird die Wellenlänge oder der Einfallswinkel des Referenzstrahls geändert, können weitere Daten am gleichen Ort gespeichert werden. Bei Inphase ist das Medium eine 1,5 Millimeter dicke Polymerschicht, die zwischen zwei Plastikschichten mit 130 Millimeter Durchmesser sitzt.

Bislang hat der Hersteller Speichermedien mit einer Kapazität von 300 Gigabyte vorgestellt samt dazugehörigem Laufwerk. Der Preis für den Speicher liegt bei 180 Dollar, das Laufwerk kostet derzeit noch 18 000 Dollar. „Wiederbeschreibbare Medien sind noch in der Entwicklung, wir rechnen bis 2008 mit einem fertigen Produkt. Dieser Zeitplan ist aber ambitioniert“, so Kevin Curtis, Chefentwickler bei Inphase.

Zudem arbeitet das Unternehmen an kleinere Medien, die könnte man dann in Handys, PDAs oder MP3-Spieler stecken. Eine Holo-Disk so groß wie eine Briefmarke soll etwa 25 Gigabyte fassen, was über 6 000 Musiktiteln entspricht. Inphase ist hier allerdings erst am Anfang: „Das wird noch mehrere Jahre dauern“, so Curtis.

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