Forschung + Innovation
Hormone bleiben Option bei akuten Wechseljahre-Beschwerden

Die in die Kritik geratene Hormontherapie für Frauen in den Wechseljahren bleibt nach Ansicht von Medizinern eine Option bei akuten Beschwerden. „In der Akuttherapie der Menopause spricht nichts gegen Hormone“, sagte Prof.

dpa MüNSTER. Die in die Kritik geratene Hormontherapie für Frauen in den Wechseljahren bleibt nach Ansicht von Medizinern eine Option bei akuten Beschwerden. „In der Akuttherapie der Menopause spricht nichts gegen Hormone“, sagte Prof. Ludwig Kiesel, Präsident der Deutschen Menopause Gesellschaft, vor einer Tagung der Gesellschaft.

Abzuraten sei jedoch meist von einer dauerhaften Hormontherapie zur Vorbeugung gegen und Behandlung von chronischen Beschwerden als Folge des Hormonmangels. Der Frauenarzt an der Universität Münster erklärte, die Studien über mögliche Zusammenhänge zwischen der Einnahme von Hormonen und Brustkrebs hätten zu einer erheblichen Verunsicherung bei Patientinnen und Ärzten geführt. Nach den Negativschlagzeilen über die Hormontherapie gibt es nach Erfahrung der Ärzte eine stetig wachsende Nachfrage nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

Deutsche Frauen haben mit durchschnittlich 52 Jahren ihre letzte Regelblutung und kommen in die Menopause. Wegen der nachlassenden Produktion von Hormonen im Körper leiden viele unter teils starken Beschwerden, die auch das Alltagsleben beeinträchtigen können. Dazu gehören Hitzewallungen, Schlafstörungen, Unwohlsein sowie heftige Schweißausbrüche. 80 Prozent der Frauen hätten in irgendeiner Form Hitzewallungen, berichtete Kiesel. Manche fühlten sich - etwa durch das plötzliche Hitzegefühl oder sichtbare Schweißausbrüche - in der Ausübung ihres Berufes beeinträchtigt.

Bei dem am Freitag beginnenden zweitägigen Kongress in Münster treffen sich rund 150 Mediziner.

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