Hubschrauber der Zukunft
Ganz schnell schweben

Die Versuche, einen Helikopter schnell zu machen, sind bisher immer gescheitert. Jetzt rütteln Ingenieure aus den USA und Europa an bekannten Grundprinzipien des Hubschrauberflugs, um die Physik zu überlisten. Das Wettrennen um den Hubschrauber der Zukunft führt dabei zu immer neuen Rekorden.
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HAMBURG. Die Idee vom Hubschrauber ist einfach und bestechend: Er startet und landet senkrecht, er kann in der Luft auf der Stelle stehen – und langsam fliegen. Doch die Militärs, seit Jahrzehnten weltweit die wichtigsten Kunden der Hubschrauberbauer und Treiber der technologischen Entwicklung, wollen den Alleskönner: Der Helikopter soll künftig auch sehr schnell fliegen können.

Dummerweise kommt der Fantasie aber die Aerodynamik in die Quere. Aus physikalischen Gründen liegt die Helikopter-Höchstgeschwindigkeit bei etwa 350 km/h. So galt es lange als ehernes Gesetz. Nun aber haben innerhalb weniger Tage zwei große Hersteller im Hubschraubermarkt gezeigt, wie man die Grenzen der Physik umgehen kann.

Am 15. September stellte Sikorsky aus dem US-Bundesstaat Connecticut mit dem spektakulären Demonstrationsgerät X2 einen Weltrekord auf: 435 km/h. Wenige Tage später wurde eine Mitteilung von Eurocopter verbreitet, einer Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS: Am 6. September (also neun Tage vor dem Sikorsky-Rekord!) habe man mit den Testflügen eines neuen „Hochgeschwindigkeits-Hybrid-Hubschraubers“ begonnen.

Boshafterweise hat Eurocopter seinen schnellen Heli „X3“ getauft. Das Fluggerät ist bisher ein Phantom. Es gibt zwar Fotos, aber von seiner Flugtüchtigkeit weiß man bislang nur, dass es schon auf der Stelle schweben kann. Dereinst soll der X3 aber „über 400 km/h“ schaffen.

Um die Physik zu überlisten, rütteln die Ingenieure an den bekannten Grundprinzipien des Hubschrauberflugs: Der liegende Hauptrotor hebt das Gerät durch schnelle Drehung in die Höhe (Auftrieb). Werden seine Rotorblätter entsprechend schräg gestellt, erhält die Maschine darüber hinaus Vortrieb. Der kleine, vertikal stehende Heckrotor sorgt lediglich dafür, dass das Chassis sich nicht seinerseits unkontrollierbar um die Achse des Hauptrotors dreht.

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  • Soso...

    Die Physik überlistet man also damit, dass man die Physik nutzt.

    Die Physik kann man nicht überlisten, da physikalische Grundgesetze überall im Universum gelten.

    Das einzige was man überlisten kann sind verkrustete Denkstrukturen - das funktioniert auch nur bei Technikern - es wäre wünschenswert, wenn auch Politiker schneller fliegen könnten...

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