Hurrikan-Saison 2007
Klimaforscher rechnen mit stürmischen Zeiten

Am Klimawandel zweifelt kaum einer mehr, denn die alarmierenden Signale häufen sich. So warnen Wetterexperten der Colorado State University für dieses Jahr vor einer überdurchschnittlich starken Hurrikansaison im Atlantik – allen Irrtümern des Vorjahres zum Trotz.

HB FORT COLLINS. Die US-Meteorologen erwarten in diesem Jahr neun Hurrikane über dem Atlantik. Mindestens einer von ihnen werde mit einer Wahrscheinlichkeit von 74 Prozent die Küste der USA erreichen, sagte der Sturmexperte William Gray am Dienstag. Insgesamt rechnet sein Forscherteam mit 17 tropischen Stürmen, fünf von ihnen würden voraussichtlich sogar schwere Hurrikane mit Windgeschwindigkeiten von 179 Kilometern pro Stunde oder mehr. Im Durchschnitt des vergangenen Jahrhunderts lag die Wahrscheinlichkeit, dass ein schwerer Hurrikan die US-Küste erreicht, bei 52 Prozent. Die Hurrikan-Saison im Atlantik beginnt am 1. Juni und dauert bis 30. November.

Als einer der Gründe für die Vorhersage nennen die Klimaforscher in ihrer Mitteilung die anhaltend warme Wasseroberfläche des Atlantiks. Als ein weiterer Grund wird das Abschwächen von El Nino in der tropischen Pazifikregion genannt. Dieses Phänomen hatte im Vorjahr ungewöhnlich veränderte Strömungen im Meer und in der Luft ausgelöst. Die dabei entstandenen Winde wirkten bis in den Atlantik. Sie zerzausten Sturmsysteme und verhinderten so, dass sich ein Tropensturm überhaupt zusammenbrauen konnte.

Die Hurrikan-Saison 2006 verlief unter anderem deshalb entgegen aller Prognosen so glimpflich. Über dem Atlantik brauten sich nur zehn Tropenstürme zusammen, aus denen sich fünf Hurrikans, darunter zwei schwere, entwickelten. Keiner der Hurrikans nahm Kurs auf die US-Küste.

Die Hurrikan-Saison 2005 ging hingegen mit 27 Namensstürmen und sieben schweren Hurrikans in die Rekordbücher ein. Unvergessen ist Hurrikan „Katrina“, der die schweren Überflutungen in der Südstaatenmetropole New Orlans auslöste.

Die Universität von Colorado und das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami liefern in den USA die beiden wichtigsten Hurrikan-Vorhersagen.

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