Forschung + Innovation
Ideen für die nächsten Jahrzehnte

Auch Johannes Gutmann ist einmal kurz am Steuer weggedöst. Deshalb die Idee: Zusammen mit Theresa Heizmann und Fabian Weber entwickelte er ein Warnsystem, das den Sekundenschlaf beim Autofahren verhindern soll.

dpa DORTMUND. Auch Johannes Gutmann ist einmal kurz am Steuer weggedöst. Deshalb die Idee: Zusammen mit Theresa Heizmann und Fabian Weber entwickelte er ein Warnsystem, das den Sekundenschlaf beim Autofahren verhindern soll. Die drei Gymnasiasten aus Baden- Württemberg präsentieren neben 215 anderen Teilnehmern ihr Projekt beim 40. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“, vom 26. bis zum 29. Mai in Dortmund.

„Wir erfassen vier Komponenten, die darauf hindeuten, dass ein Fahrer in den Sekundenschlaf fällt“, sagte Gutmann am Donnerstag in der Deutschen Arbeitsschutz-Ausstellung (Dasa) in Dortmund. „Wir messen den Puls, den Druck der Hände aufs Lenkrad, die Lenkbewegungen und wir erfassen die Kopfbewegungen mit einem Infrarot-Sensor.“

Wenn man einschlafe, nicke man nämlich tatsächlich mit dem Kopf. „Der Kopf sinkt langsam herab und schnellt im nächsten Augenblick wieder hoch“, erklärte Gutmann. „Das soll unser Sensor feststellen.“ Abhängig davon, welche der vier Signale das System erfasse, sollen eine Lampe oder ein Tonsignal als Alarmsystem im Auto losgehen.

Mit einem Umwelt-Problem befassen sich die Schülerinnen Birte Katharina Marquardt und Jannike Pasche aus Hamburg. Sie erforschen, ob der so genannte kleine Aralsee, nördlich des Aralsees in Russland, von der Austrocknung bedroht ist und sie glauben, sie können die bisherigen Voraussagen widerlegen. „Die Prognosen sagen, dass der See bis 2010 sein Wasser verlieren wird. Wir haben aber Anzeichen gefunden, dass das wohl nicht passiert“, sagte Marquardt.

Dazu hätten die beiden eine Vielzahl von Satelliten-Bildern ausgewertet, bearbeitet und verglichen. „Es gibt Zuflüsse und Strömungen, die darauf hindeuten, dass der See sein Wasser behalten wird“, sagte Pasche. Der kleine Aralsee werde in der Zukunft wohl auf einem etwas niedrigeren Wasserstand stagnieren.

Insgesamt 120 Projekte werden beim Wettbewerb in Dortmund vorgestellt. Zum Abschluss am Sonntag wird Bundespräsident Horst Köhler erwartet. Er wird in einem Festakt die Sieger in den verschiedenen Fachbereichen ehren. Auf die Gewinner warten Geldpreise von bis zu 1 500 Euro, Reisen oder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

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