Forschung + Innovation
Impfungen sollen Gebärmutterhalskrebs verhindern

Impfungen sollen künftig die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verhindern. Die ersten Impfstoffe könnten in wenigen Jahren erhältlich sein, sagte die Epidemologin Laura A. Koutsky bei einer Fachtagung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

dpa HEIDELBERG. Impfungen sollen künftig die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verhindern. Die ersten Impfstoffe könnten in wenigen Jahren erhältlich sein, sagte die Epidemologin Laura A. Koutsky bei einer Fachtagung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

Die in klinischen Studien getesteten Mittel hätten sich als sehr wirksam erwiesen. Zudem hätten die Probanden sie gut vertragen. Auch ernsthafte Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten. „Es wäre das erste Mal, dass man eine Impfung gegen Krebs hätte“, sagte der Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Volker ter Meulen. Nach den Worten Koutskys könnten mit der Kombination mehrerer Impfstoffe rund 90 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhindert werden.

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit der zweithäufigste Tumor bei Frauen. Er wird durch so genannte humane Papillomviren, kurz HPV-Viren, verursacht. Zwar zählt er in Deutschland nicht mehr zu den führenden Krebstodesursachen, weil Frauen die Möglichkeiten der Vorsorge in Anspruch nehmen. Allerdings führt eine Diagnose von Krebsvorstufen zu vielen Untersuchungen und Therapien.

Ärzte des Krebsforschungszentrums und der Universität Göttingen arbeiten auch an einer Therapie gegen bösartige Tumore bei Kindern. Es gebe Hinweise, dass sich bösartige Zellen des so genannten Neuroblastoms durch bestimmte Substanzen in gutartige Zellen „umprogrammieren“ ließen, teilte die Universität Göttingen mit. Die Wirksamkeit müsse noch in Studien mit mehr Patienten untersucht werden.

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