Informatik-Professor
Massenmarkt für intelligente Roboter erwartet

Menschen- und tierähnliche intelligente Roboter gehören nach Meinung des Darmstädter Informatikers Oskar von Stryk schon bald zur Grundausstattung deutscher Haushalte.

dpa DARMSTADT. „In den nächsten zwei bis drei Jahren werden wir sehen, dass niedlich verpackte Roboter mit vielen Funktionen im Kommen sind.“ Das sagte der Professor der Technischen Universität Darmstadt in einem dpa-Gespräch. In der Preisklasse von bis zu 300 Euro könnten diese kleinen Maschinen etwa als Haustierersatz oder Spielgefährte dienen.

Dass Roboter nicht schon längst in großer Zahl Einzug in die heimischen Wohnzimmer gehalten haben, liege vor allem am Preis. Insbesondere hochkomplexe Roboter, die als Haushaltshilfen eingesetzt werden sollen, seien sehr teuer. „Die Preise müssten schon auf das Niveau eines Mittelklassewagens gesenkt werden.“

Wie beliebt Spielzeugroboter sind, zeige der hundeähnlichen Aibo von Sony. Dessen Produktion wurde zwar im März eingestellt, weil der teure Haustierersatz unrentabel war. Dennoch hätten rund 150 000 Kunden weltweit je 2 000 Euro für das scheinbar emotionale Spielzeug ausgegeben.

Eine mögliche Aufgabe moderner Roboter könne auch die Alkoholkontrolle sein: „Wenn sich jemand an einem langen Fernsehabend sein x-tes Bier holt, kommt der Roboter und schaut traurig. Wird das Bier zurück gestellt, freut er sich“, erklärt von Stryk.

„Zum Knuddeln“ findet der Wissenschaftler mit dem Fachgebiet Simulation und Systemoptimierung auch die weiße Roboter-Robbe Paro, die versuchsweise als Haustierersatz in japanischen Altenheimen eingesetzt wurde. „Paro hat viele Sensoren und reagiert mit Geräuschen und Bewegungen auf Sprache oder Streicheleinheiten. Man ist erschlagen davon.“ Die Maschinen könnten aber durchaus auch sehr technisch aussehen, wie im US-Spielfilm „Nr. fünf lebt“, meint von Stryk. „Für den Erfolg ist wichtig, dass sie die Gefühle ihrer Besitzer wecken.“

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