Infotainment an Bord
Die Flugzeugkabine geht online

Der Trend zu mehr Digitalisierung macht auch vor den Flugzeugkabinen nicht halt. Infotainment an Bord ist ein großes Thema: Die Hersteller experimentieren mit eigenen Servern, Internetangeboten und internen Chat-Rooms.
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KölnKinderleicht wirkt die Zukunft des Kabinendesigns: Der Fluggast wählt per Fingerdruck einen Film aus einem Auswahlmenü. Als Touchscreen dient die Innenwand der Kabine. Im nächsten Moment startet der Streifen auf dem Bildschirm in der Rückenlehne des Vordermanns. Zumindest im Werbevideo des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) geht das schon heute.

Wenn die Kabinenwand sogar als Projektionsfläche dient, könnte bald jeder Fluggast am Fenster seine persönliche Umgebung ganz nach Belieben gestalten. Zum Beispiel mit dem aktuellen Wolkenbild, das eine Außenkamera des Flugzeugs live in den Innenraum überträgt.

Noch ist dieses Szenario Zukunftsmusik. Es könnte aber in zehn Jahren Wirklichkeit werden, sagt Stefan Berndes, Leiter Luftfahrt, Ausrüstung und Werkstoffe beim BDLI. Eine hochwertige digitale Kommunikation mit dem Fluggast in der Kabine wird für die Fluggesellschaften immer wichtiger. "Infotainment an Bord ist ein großes Thema", sagt Chris Köhler, Chef-Ingenieur beim Engineering-Dienstleister Ferchau Aviation. "Heute verkauft sich die Kabine, die dem Fluggast den größtmöglichen Individualismus verspricht." Zunehmend bieten die Fluglinien ihren Passagieren Mobilfunk und darüber hinaus ein üppiges Unterhaltungsangebot, Inflight-Entertainment genannt.

So verfügt British Airways im Flieger Boeing 747 über Touchscreens in den Rückenlehnen. Fluggäste wählen Filme, Musik oder Videospiele. In Boeings 777 der Fluglinie Emirates ist im Boden des Flugzeugs eine Kamera installiert. Das ermöglicht Passagieren via Bildschirm während des Flugs einen unverstellten Blick auf die Erde.

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Das Endgerät des Passagiers nutzen

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  • Die Frage ist hier: Was ist die Neuheit? Lufthansa bietet bereits heute auf den Interkont Strecken Internetzugang an. Und Mobilfunk? Will man wirklich, dass alle Passagiere telefonieren? Das sehe ich kritisch. Ich finde den letzten Mobilfreien Raum sollte man lassen. Es geht doch jetzt auch!

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