Innovation aus Deutschland
Neue Pipelines transportieren mehr Gas

Europa droht eine Versorgungslücke bei Erdgas. Während die heimischen Reserven langsam zur Neige gehen, steigt der Bedarf unvermindert an: von heute 550 Mrd. auf bis zu 800 Mrd. Kubikmeter im Jahr 2020.

HB DÜSSELDORF. Russland verfügt über große Reserven und könnte die Lücke schließen. Doch es fehlt an ausreichenden Transportwegen. Schon heute arbeiten Pipelines an ihrer Kapazitätsgrenze. Neue Rohrleitungen aus festerem Stahl könnten das Problem beheben. Mit ihnen könnte die doppelte Menge transportiert werden.

„Die Netzbetreiber fordern immer leistungsfähigere Rohre, mit denen sie noch mehr Gas transportieren können“, sagt Manfred Keller von der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF). Höhere Transportmengen bedeute in erster Linie ein höherer Druck, mit dem das Fördergut durch die Röhren gepresst werden kann. Heutzutage arbeiten die Netzbetreiber mit einem Betriebsdruck von bis zu 100 bar. Das bedeutet, dass das Gas auf ein Hundertstel seines natürlichen Volumens verdichtet wird. Die Pipelines der Zukunft sollen mehr als das Doppelte aushalten können.

Dazu braucht die Industrie das Wissen von SZMF. Keller und seine Kollegen entwickeln Metalle mit immer besseren Eigenschaften: Sie sind fester und noch beständiger gegen Korrosion. Bei Pipelines müssen stets zwei Bedingungen erfüllt sein: Der Stahl muss einerseits so fest sein, dass er sich nicht verformt. Gleichzeitig braucht er eine gute Zähigkeit, damit Risse, die entstehen können, sich nicht ausbreiten. „Die Sicherheit steht bei der Entwicklung an erster Stelle“, betont Keller.

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