Innovationen im Flugzeugbau
Neue Materialien müssen sogar Blitzen standhalten

Ein ohrenbetäubender Schlag und ein greller Lichtblitz durchzuckt das abgedunkelte Labor. Jetzt weiß auch der letzte Besucher, warum er vorher Ohrenschützer anziehen sollte und den Versuch nur hinter einer Wand aus Schallschutzglas beobachten darf.

HB PARIS. Im Corporate Research Center der EADS in Suresnes, am südwestlichen Stadtrand von Paris direkt am Ufer der Seine, dreht sich alles um Sicherheit. Nur selten gibt Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern Einblick in seine geheime Forschung. Doch hin und wieder will das Unternehmen – das vom Satelliten über Flugzeuge bis hin zu Marschflugkörpern alles anbietet, was fliegt – zeigen, wofür es den Rekord-Forschungsetat von 2,3 Mrd. Euro ausgibt.

So beschießen Forscher im Blitzlabor der EADS neue nicht metallische Legierungen mit künstlichen Blitzen. Nur Materialien, die diesen Test bestehen, werden dann später im Partnerlabor in Toulouse weiterverarbeitet und an Flugzeugmodellen und Prototypen erneut getestet. Ziel ist es, durch neue leichtere Materialien Gewicht zu sparen – jedoch ohne Sicherheitsrisiken einzugehen.

Die Verwendung von Verbundmaterialien in der Außenhaut der Flugzeuge spielt bei der Gewichtsreduzierung eine zunehmend wichtige Rolle. Je weniger das Flugzeug selbst wiegt, desto mehr Passagiere, Fracht oder Ausstattung kann es transportieren. Das ist vor allem beim neuen Militärtransportflugzeug A 400 M und dem künftig weltgrößten Flugzeug A380 von großer Bedeutung.

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