InSight startet nicht

Nasa sagt geplante Mars-Mission ab

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den für März geplanten Start ihrer Marsexpedition InSight wegen technischer Probleme abgesagt. Ob der Roboter überhaupt noch zum Roten Planeten fliegen wird, ist damit ungewiss.
Die Nasa-Illustration zeigt den Roboter auf dem Mars. Doch ob InSight wirklich noch zum Roten Planeten fliegt, ist ungewiss. Quelle: ap
Mars-Roboter InSight

Die Nasa-Illustration zeigt den Roboter auf dem Mars. Doch ob InSight wirklich noch zum Roten Planeten fliegt, ist ungewiss.

(Foto: ap)

ChicagoDie US-Weltraumbehörde Nasa hat ihre für März geplante Mars-Mission abgesagt. Es gebe ein Problem mit einem von der französischen Weltraumbehörde CNES bereitgestellten Seismographen, der mit dem Roboter InSight zum Roten Planeten fliegen sollte, erklärte die Nasa am Dienstag.

Versuche, ein Leck an der Vakuumdichtung des Geräts zu reparieren, seien fehlgeschlagen. Für einen Start im März 2016 sei die Mission daher „nicht bereit“, so der Nasa-Wissenschaftler John Grunsfeld.

Der Roboter InSight sollte auf der Marsoberfläche die Entwicklung des Planeten erforschen und herausfinden, ob sein Kern fest ist oder flüssig wie bei der Erde. Dazu sollte InSight unter anderem seismische Aktivitäten messen und Tiefenbohrungen vornehmen.

Spektakuläre Entdeckungen im All
Spekatkuläre Entdeckungen
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Plutos Herz, ein Zwergplanet mit Pyramide und wieder einmal Wasser auf dem Mars – Raumsonden haben auch 2015 unser Wissen über das Sonnensystem durch spaktakuläre Entdeckungen erweitert. Ein Überlick.

Pluto-Sonde New Horizons
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Die Forscher waren verblüfft von der Vielfalt der Oberflächenformationen des Zwergplaneten Pluto. Die Nasa-Sonde New Horizons entdeckte Eisberge, die mit 3400 Metern so hoch aufragen wie manche Alpengipfel, außerdem fließende Gletscher und Hinweise auf Eisvulkane am Pluto-Südpol.

Planet mit Herz
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Die auffälligste Struktur auf der rötlich schimmernden Oberfläche ist das riesige Herz, das von zwei großen Eisebenen gebildet wird. Zu Ehren des US-amerikanischen Pluto-Entdeckers Clyde Tombaugh (1906-1997) wurde es Tombaugh Regio getauft.

Unterwegs zum nächsten Ziel
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Die 2006 gestartete Nasa-Sonde befindet sich nach der erfolgreichen Pluto-Passage im Sommer bereits auf dem Weg zu ihrem nächsten Ziel, dem Objekt 2014 MU69, das sie 2019 erreichen wird. Ihre Beobachtungen am Pluto werden die Wissenschaftler aber noch lange beschäftigen: Erst Ende 2016 wird New Horizons die Datenübertragung zur Erde abgeschlossen haben.

Raumsonde Dawn am Zwergplaneten Ceres
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Pluto war nicht der erste Zwergplanet, der von einer irdischen Raumsonde besucht wurde. Bereits im Frühjahr 2015 erreichte die Nasa-Sonde Dawn den Zwergplaneten Ceres im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.

Helle Flecken auf schwarzem Grund
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Dawn entdeckte unter anderem Krater und Gebirgsketten sowie auffällig helle Flecken auf der dunklen Oberfläche des Zwergplaneten. Möglicherweise handelt es sich dabei um freigelegtes Wassereis. Der hellste Fleck auf Ceres liegt im Occator-Krater, dessen Rand zum Teil steiler ist als die Eiger-Nordwand.

Ein einsamer Berg
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Auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten fotografierte Dawn einen einsamen, pyramidenförmigen Berg, der sechs Kilometer hoch aufragt. Seine Entstehung ist ein Rätsel. Die steilen Flanken dieser natürlichen Pyramide sind von hellen Streifen durchzogen. Möglicherweise ist hier einmal etwas geflossen.

Foto: Nasa

Der geplatzte Starttermin im März dürfte die Mission nun drastisch verzögern oder sogar ganz gefährden: Marsflüge sind nur alle zwei Jahre möglich. Der nächste Starttermin wäre im Mai 2018.

Die Nasa ist noch nicht sicher, ob sie angesichts enger Budgetgrenzen an der Mission festhält. Die Entscheidung werde „in den kommenden Monaten“ fallen, sagte Grunsfeld. Andere Mars-Missionen seien von der Absage nicht betroffen. Auch eine bemannte Mars-Mission werde weiter für die 2030er Jahre anvisiert.

CNES-Leiter Jean-Yves Le Gall sagte, die Absage der Mission sei „ein harter Schlag“. Die einzige gute Nachricht sei, dass das Problem mit dem französischen Gerät noch auf der Erde entdeckt wurde.

Der Chef des CNES-Raumfahrtzentrums in Toulouse, Marc Pircher, versprach, eine Lösung für das Problem zu finden. Bis zu dem Zeitfenster für einen Start im kommenden Jahr werde dies aber nicht gelingen.

  • afp
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