Inspektion im All
„Discovery“-Mission verläuft wie am Schnürchen

Die Mission des Space-Shuttle „Discovery“ läuft offensichtlich weiter wie am Schnürchen. Bei einer mehrstündigen Inspektion im All sind am Hitzeschild der US-Raumfähre an ihrem ersten vollen Tag im All nach dem nächtlichen Bilderbuchstart in Cape Canaveral (Florida) keine Schäden entdeckt worden. „So weit, so gut“, sagte der leitende Flugdirektor Tony Ceccacci zu dem vorläufigen Ergebnis am Sonntag.

HB HOUSTON. Der stellvertretende Leiter des Raumfährenprogramms John Shannon erklärte, wie erwartet seien beim Start am Samstag kleine Stücke Isolierschaum und Eis vom Außentank des Shuttles abgefallen. Offenbar sei die „Discovery“ nicht getroffen worden. Auch die erste Auswertung von Kamerabildern vom Start ergab keinen Hinweis auf Probleme. „Das Team sieht zur Zeit nichts Besorgnis erregendes“, sagte er.

Die Kontrolle im All ist seit der „Columbia“-Katastrophe von 2003 Pflicht. Ursache des Tods der sieben „Columbia“-Astronauten waren Beschädigungen des Hitzeschilds gewesen, die beim Start in Cape Canaveral entstanden waren. Durch die Kollision mit den Schaumstoffstücken war der Hitzeschild der Raumfähre so stark beschädigt worden, dass sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach.

Nach der Untersuchung begannen an Bord der „Discovery“ die Vorbereitungen auf das Andocken an die Internationale Raumstation ISS, das für etwa 23.00 Uhr MEZ am Montag geplant ist. Bereits am Dienstag soll bei einem ersten von insgesamt drei Außenbordeinsätzen mit einer Neuverkabelung der ISS zur besseren Stromversorgung begonnen werden.

Mit der „Discovery“ soll nach einem halbem Jahr in der Internationalen Raumstation ISS der Deutsche Thomas Reiter zur Erde zurückkehren. Er wird von der amerikanischen Astronautin Sunita „Suni“ Williams abgelöst, die sechs Monate in der Station bleiben wird. Die „Discovery“-Besatzung soll in einem zwölftägigen Einsatz eine Erweiterung am Weltraumlabor der ISS anbringen und zudem neue Stromkabel an der Station anbringen, mit der die beim letzten Shuttle-Flug installierten Sonnensegel angeschlossen werden sollen.

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