Forschung + Innovation
Insulin aus Stammzellen des Hirns gewonnen

US-Forscher haben erstmals Insulin aus menschlichen Stammzellen des Gehirns gewonnen. Ziel ist es, damit einmal Patienten mit Typ-I-Diabetes zu helfen, an dem bereits Kinder und Jugendliche erkranken.

dpa STANFORD/SAN FRANCISCO. US-Forscher haben erstmals Insulin aus menschlichen Stammzellen des Gehirns gewonnen. Ziel ist es, damit einmal Patienten mit Typ-I-Diabetes zu helfen, an dem bereits Kinder und Jugendliche erkranken.

Nach einer speziellen Behandlung bildeten sich aus dem neuronalem Hirngewebe Insulin produzierende Zellen der Bauchspeicheldrüse. Das berichtet das Team um Seung Kim im Online- Fachmagazin „Plos Medicine“ (doi: 10.1 371/journal.pmed.0 020 103).

Normalerweise entwickeln sich die Stammzellen zu Nervengewebe. Der Einfluss eines ausgeklügelten Chemiecocktails ließ sie im Labor zu einem Insulin produzieren Zellhaufen werden. Nachdem die Forscher der Universität Stanford die umgepolten Zellen in die Leber von Mäusen gepflanzt hatten, schüttete das neue Gewebe mit steigender Glucose- Konzentration Insulin aus. Allerdings reiche die Menge des produzierten Insulins noch nicht für die Behandlung von Diabetes- Patienten aus, berichtete Kim.

Damit sei es zum zweiten Mal gelungen, Stammzellen des Gehirns in andere Körperzellen zu verwandeln, schreibt die Universität Stanford. Lange seien Wissenschaftler der Ansicht gewesen, dass diese neuronalen Stammzellen auch nur zu entsprechendem Gehirngewebe werden können. Die Arbeit untermauere aber, dass das Potenzial der Stammzellen aus dem Gehirn weitaus größer sei, sagte Kim.

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