„Intelligentes Wohnen“
Jede Lampe ferngesteuert

Das intelligente Heim beflügelt seit Jahren die Fantasie von Entwicklern und Herstellern in der Haustechnik. Nur: Unsere Wohnungen und Häuser sind genauso schlau wie zuvor. Kein Kühlschrank sorgt von selbst für den Einkauf, kein Putzroboter wienert Fenster und Böden.

BERLIN. „Viele Ideen sind entweder unsinnig oder für den Massenmarkt untauglich“, sagt Armin Hartmann, Leiter des Projektes Smarter Wohnen NRW bei der Hattinger Wohnungsbaugenossenschaft HWG. Hartmanns Job ist es, neuen Mietern intelligente Haustechnik schmackhaft zu machen. Die Genossenschaft hat zusammen mit den Fraunhofer-Instituten für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) sowie für Software- und Systemtechnik (ISST) 30 Wohnungen mit Steuerungen für die Heizung und Lichtanlage ausgerüstet. Vernetzte Rauch- und Bewegungsmelder schlagen bei Gefahr bei Rettungsdiensten, Nachbarn und Bewohnern Alarm.

Dank der Mikrosysteme sind die Wohnungen nun sicherer und komfortabler geworden. So können vergessliche Menschen über einen zentralen Schalter beim Verlassen der Wohnung mit einem Knopfdruck sämtliche Elektrogeräte und vorher festgelegte Steckdosen ausschalten.

Bis Ende 2007 sollen 200 schlaue Mietwohnungen fertiggestellt sein. Für Hartmann ist das Projekt ein Modell für die Zukunft: „Auf einem hart umkämpften Wohnungsmarkt, auf dem Mieter anspruchsvoller und älter werden, bietet die Elektronik einen Mehrwert, mit dem sich Bauherren künftig Wettbewerbsvorteile verschaffen können.“

Die Hersteller von mikroelektronischen Bauteilen haben den neuen Markttrend erkannt. „Wir erwarten für die Haus- und Gebäudetechnik umwälzende Veränderungen“, sagt Uwe Kleinkes, Geschäftsführer des Fachverbandes für Mikrotechnik (IVAM). Allein die steigenden Energiekosten seien ein Treiber für ein besseres Gebäudemanagement, insbesondere durch vernetzte Sensorik. „Die Technik, die bei Autos längst Standard ist, kommt nun auch in die Wohnungen“, sagt Kleinkes. Dabei muss jedoch nicht alles neu erfunden werden. Bauteile wie Mikrosensoren können aus Produkten, die ursprünglich für die Autoindustrie entwickelt wurden, übernommen werden. Kleinkes erwartet, dass sich die Technologien, wenn sie erst einmal auf den Markt gekommen sind, sehr schnell durchsetzen werden.

Seite 1:

Jede Lampe ferngesteuert

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%