Internetsurfer wehren sich mit einer Gegensoftware
Spyware spioniert Nutzer aus

Sie bieten kostenlose Software an, versprechen alles von Musik bis Erotik. Eigentlich wollen die ständig auf dem Bildschirm aufblitzenden Pop-Up Fenster aber nur eines: Digitale Spione auf der Festplatte absetzen. Doch die Nutzer müssen nicht wehrlos zuschauen.

NEW YORK. Sie bieten kostenlose Software an, versprechen alles von Musik bis Erotik. Eigentlich wollen die ständig auf dem Bildschirm aufblitzenden Pop-Up Fenster mit verheißungsvollem Angebot aber nur eines: Digitale Spione auf der Festplatte absetzen und so Informationen über den Nutzer sammeln. „Spyware“ heißen solche Schnüffelprogramme, die Daten vom Rechner des ahnungslosen Anwenders an den jeweiligen Hersteller oder Vertreiber der Software übertragen sobald der Computer ans Internet angeschlossen ist.

Personalisierte Werbung heißt das Schlagwort unter dem Spyware- Anbieter ihre Kunden locken. Der bekannteste Vertreter ist Gator. Die Software dieser etablierten kalifornischen Firma läuft eingebettet in die Werbung bekannter Firmen weltweit auf über 35 Millionen Computern – die Hälfte davon stehen in den USA. Zu den Nutzern der Software zählen der Telekomriese Verizon sowie American Express.

In den USA ist das Spyware-Geschäft in der Kontroverse. Das Milliardengeschäft Online-Werbung lebt zunehmend in der Gefahr, von den Pop-Up-Rivalen zuplakatiert zu werden. Viele amerikanische Unternehmen wollen mit dieser aggressiven Werbung nichts zu tun haben. Unternehmen wie der Autovermieter Hertz, die ihre Kunden vor allem durch das Netz erreichen, haben die Spyware-Hersteller inzwischen verklagt.

Die gezielten Werbeattacken sind ein eindeutiger Eingriff in die Privatsphäre des Nutzers. Denn dabei werden nicht nur Werbefenster geladen, sondern auch persönliche Daten übertragen, etwa über die letzten aktiven Internet-Verbindungen, Informationen über Dateien, die auf den Rechner geladen wurden, oder über die Dauer von Besuchen im Web. Auch Passwörter und Bankverbindung bleiben nicht sicher. Das kann unter gewissen Umständen sogar strafrechtliche Konsequenzen für den Softwarehersteller haben.

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