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ISS-Astronauten zurück auf der Erde

Überschattet von einem Problem mit einem defekten Raumanzug sind drei Astronauten am Montag von der Internationalen Raumstation sicher zur Erde zurückgekehrt.

dpa MOSKAU. Überschattet von einem Problem mit einem defekten Raumanzug sind drei Astronauten am Montag von der Internationalen Raumstation sicher zur Erde zurückgekehrt. Der US-Amerikaner Leroy Chiao, der Russe Salischan Scharipow und der Italiener Roberto Vittori landeten mit ihrer Sojus-Raumkapsel am frühen Morgen in der Steppe Kasachstans.

Das Abkoppeln von der ISS hatte sich nachts um einige Minuten verzögert, da die Sauerstoffversorgung in Vittoris Raumanzug zunächst nicht funktionierte.

Auf der ISS halten nun der russische Kosmonaut Sergej Krikaljow und sein amerikanischer Kollege John Phillips die Wacht. Zur elften Langzeitbesatzung soll im Sommer auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter hinzustoßen. Voraussetzung dafür ist, dass die US- Raumfahrtbehörde Nasa zwei Jahre nach dem Absturz der Raumfähre „Columbia“ mit sieben Toten wieder die Flüge zur ISS aufnimmt.

Der Rückflug der zehnten Langzeitbesatzung zur Erde klappte reibungslos. „Die Verspätung hatte keinen Einfluss auf den Sojus- Flug“, sagte ein Sprecher der Flugleitzentrale. Nach einem stärkenden Frühstück und kurzen medizinischen Untersuchungen flogen die Astronauten nach Moskau weiter. „Alle Crewmitglieder fühlen sich gut“, teilten die Behörden mit.

Dreieinhalb Stunden nach dem Abkoppeln von der in 400 Kilometern Höhe um die Erde kreisenden ISS landete die Raumkapsel wie geplant nördlich der Stadt Arkalyk. Die Bergung der Sojus-Kapsel gestaltete sich umständlicher als üblich, da der von Schmelzwasser aufgeweichte Steppenboden das Landen der Hubschrauber in der Nähe erschwerte.

Die Langzeitbewohner Chiao und Scharipow verbrachten 193 Tage an Bord der ISS. In dieser Zeit verließen sie zwei Mal die Station zu Außenarbeiten. Im Januar hatten die Astronauten einen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen entwickelten Roboterarm montiert. Die Technik könnte nach Einschätzung von Experten in Zukunft bei Reparatur- oder Montagearbeiten im Weltraum zum Einsatz kommen.

Der Italiener Vittori ist der erste Europäer, der die ISS zum zweiten Mal besucht hat. Bei seinem Kurzeinsatz führte er in den vergangenen Tagen eine Reihe von wissenschaftlichen Experimenten durch. Im Jahr 2002 hatte sich Vittori ebenfalls eine Woche auf der ISS aufgehalten.

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