Itanium 2 Madison bringt bis zu 50% mehr Leistung
Intel startet mit schnellerem Prozessor für Server

Intel hat seinen bisher schnellsten Prozessor auf den Markt gebracht. Der unter dem Kodenamen „Madison“ entwickelte Chip ist der Nachfolger des 64-Bit-Prozessors "Itanium 2", der für Server entwickelt wurde.

MÜNCHEN. Die neuen Chips mit einem in 0,13-Mikrometer-Technik hergestellten Madison-Kern werden in drei verschiedenen Leistungsmodellen Modellen angeboten. Namhafte Serverhersteller haben wie IBM, Dell, HP, Unisys und Silicon Graphics haben gestern erste Server mit dem „Madison-Chip“ vorgestellt.

Die Mikroarchitektur des Madison hat Intel gegenüber der ersten Itanium 2 Version (McKinley) unverändert gelassen. Der Markenname Itanium 2 wurde beibehalten. Als wichtigstes Leistungsmerkmal bleibt die neue Prozessor Serie kompatibel zu vorhandenen Itanium-2-Plattformen. Vorhandene Serversysteme lassen sich damit durch einen Tausch des Prozessormoduls auf den Madison aufrüsten, da dieser einen identischen Pin-Satz – das sind die Kontaktbeinchen eines Chipgehäuses - hat.

Gegenüber einem aktuellen Itanium 2 mit 1 GHz Taktfrequenz und 3 MByte schneller Zwischenspeicher soll Madison eine 30 bis 50 prozentige Leistungssteigerung erreichen verspricht Intel. Hierfür hat Intel die Taktfrequenz des Madison auf 1,5 GHz angehoben und den Zwischenspeicher auf 6 Mbyte vergrößert. Trotz dieser Erweiterung gelang es den Intel-Ingenieuren, die Chipfläche von 421 mm² des McKinleys (3 MByte L3-Cache) auf 374 mm² verringert. Dies gelang durch den Wechsel von der 0,18-µm auf die 0,13-µm-Fertigungstechnolgie. Durch den größeren Cache erhöht sich die Transistorzahl von 221 auf 410 Millionen.

Der Itanium ist bisher in seinem eigentlich vorgesehenen Einsatzgebiet, den unternehmenskritischen Servern, weit weniger erfolgreich als von den gemeinsamen Entwicklern Intel und Hewlett-Packard erhofft. Konkurrenten bei 64-Bit Prozessoren sind Sun Microsystems und IBM.

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