Forschung + Innovation
Kaum Chancen für Sojus-Flug von Astronaut Reiter

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter wird nach Einschätzung von Experten voraussichtlich keinen Platz auf dem Oktober-Flug einer russischen Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS erhalten.

dpa MOSKAU. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter wird nach Einschätzung von Experten voraussichtlich keinen Platz auf dem Oktober-Flug einer russischen Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS erhalten. Es seien in Moskau keine Gespräche darüber geplant, sagte ein Sprecher der Europäischen Raumfahrtagentur Esa am Mittwoch auf der Moskauer Luftfahrtschau Maks.

Dem Plan nach soll Reiter mit dem nächsten Flug eines US-Shuttles für einen Lanzeitaufenthalt zur ISS fliegen. Der Starttermin der Fähre „Atlantis“ ist jedoch wegen der technischen Probleme des Shuttle-Programms ungewiss. Deshalb hatte der Leiter der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, vor kurzem vorgeschlagen, Reiter auf die Sojus umzubuchen. Allerdings wurde dieses Angebot nicht wiederholt.

Bei einem Flug mit der Sojus müsse Reiter zudem ohne die vorbereiteten wissenschaftlichen Experimente fliegen, die erst mit dem nächsten Shuttle zur ISS gebracht werden, sagte ein Experte. Indes bereitet sich Reiter im Pendelbetrieb zwischen Houston und Moskau auf seinen Flug als erster Deutscher zur ISS vor.

„Die Shuttles waren noch nie so sicher wie nach dem Unglück (der Raumfähre "Columbia")“, sagte Reiter in einem Interview für „Die Zeit“ (Donnerstagausgabe). Doch fügte er hinzu: „Es bleibt immer ein Restrisiko.“ Auch dass die „Discovery“ während ihres jüngsten Fluges in einer riskanten Aktion repariert werden musste, beunruhigt den Deutschen nicht. 15 Kilo Gepäck dürfte er mitnehmen: Auf der ISS gebe es eine Gitarre. Er packe Ersatzsaiten ein, um Stücke von Pink Floyd zu spielen, sagte Reiter dem Blatt.

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