Keine Reparatur im All nötig
Gute Nachricht für „Discovery“

Die US-Raumfähre „Discovery“ muss vor ihrer Rückkehr zur Erde nicht im All repariert werden. Die Nasa hat der grünes Licht für eine sorgenfreie Rückkehr zur Erde gegeben. Untersuchungen hätten einwandfrei ergeben, dass der Hitzeschild der Raumfähre keine Gefahr darstelle, hieß es. Thomas Reiter hat indes eine Wette verloren.

HB HOUSTON. Die US-Weltraumbehörde erklärte am Sonntag in Houston, das Hitzeschild des Shuttles sei „100 Prozent freigegeben für den Wiedereintritt“ in die Atmosphäre in einer Woche. Die Ingenieure hatten sich bei der Prüfung von Aufnahmen der Unterseite des Shuttles auf ein fünf Zentimeter langes Stück Isolierschaum konzentriert, das etwa 2,5 Zentimeter zwischen den Hitzekacheln herausschaut. Sie kamen zu dem Schluss, dass es nicht nötig sein würde, das Stück bei einem Außenbordeinsatz zu entfernen. Bereits am Samstag hatten zwei Astronauten in einem siebeneinhalbstündigen Einsatz im All neue Techniken für Reparaturen am Hitzeschutzschild der US-Raumfähren getestet.

Die Crew reagierte begeistert auf die Freigabe durch die Nasa. „Das ist eine großartige Nachricht. Das ist fantastisch. Es ist erstaunlich, dass alles schon am sechsten Flugtag geklärt ist“, sagte Kommandant Steven Lindsey. Die Rückkehr der Raumfähre ist nach 13 Einsatztagen im All für den 17. Juli vorgesehen. Der Deutsche Astronaut Thomas Reiter soll etwa ein halbes Jahr an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) bleiben und als dritter Mann die Besatzung mit dem russischen Kosmonauten Pavel Winogradow und dem US-Astronauten Jeffrey Williams verstärken.

Reiter verliert Wette

20 Minuten nach Ende des Elfmeterschießens im Finale der Fußballweltmeisterschaft teilte das Kontrollzentrum den neun Raumfahrern das Ergebnis des Spiels mit. Pech für den Deutschen Thomas Reiter, dass er seine Wette mit dem US-Astronauten Piers Sellers verlor. „Danke für die Information. Ich war für keine Seite, habe aber mit Piers gewettet. Er war für Italien und ich für Frankreich“, sagte Reiter von Bord der Internationalen Raumstation ISS dem NASA-Fernsehen.

Als Reiter erfuhr, dass seine Grüße von der ISS im Berliner Olympiastadion übertragen wurden, sagte er lachend: „Oh, das ist großartig. Ich wusste das gar nicht. Das ist wirklich großartig.“ Der „Discovery“-Flug brachte am Wochenende zwei wichtige Durchbrüche.

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