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Kinder finden beim Spielen Münzschatz aus dem Mittelalter

Beim Spielen haben Kinder in Oberviechtach in Bayern eine Münz-Sammlung aus dem Mittelalter gefunden. Die 204 Silbermünzen aus der Zeit von 1 366 bis 1 410 seien für die Geschichte der Region von Bedeutung, sagte der Münz-Experte Helmut Friedl am Donnerstag.

dpa OBERVIECHTACH. Beim Spielen haben Kinder in Oberviechtach in Bayern eine Münz-Sammlung aus dem Mittelalter gefunden. Die 204 Silbermünzen aus der Zeit von 1 366 bis 1 410 seien für die Geschichte der Region von Bedeutung, sagte der Münz-Experte Helmut Friedl am Donnerstag.

„Aus dieser Zeit gibt es in der Oberpfalz wenig Funde“, erklärte er. Großen wissenschaftlichen Wert hätten die Münzen aber nicht. Die drei Jungen hatten auf dem Grundstück ihrer Großeltern in Oberviechtach gespielt. Als einer von ihnen einen Erdklumpen auf die anderen werfen wollte, löste sich daraus ein kleiner Tonkrug mit den Münzen. Nachdem Fachleute den Fund eingeordnet hatten, ist das mittelalterliche Geld inzwischen wieder im Besitz der Finder-Familie.

Die mittelalterlichen Pfennige wären heute 312 Euro wert. „Damals war die Kaufkraft aber anders“, sagte Friedl, „ein Handwerker hat zehn Pfennige am Tag bekommen, ein Pfund Rindfleisch hat drei Pfennige gekostet.“ Die Bevölkerung habe ohnehin meist mit Naturalien bezahlt.

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