Kleine Bürste hilft bei Mundkrebs-Früherkennung

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Kleine Bürste hilft bei Mundkrebs-Früherkennung

Mit Hilfe eines kleinen Bürstchen können Ärzte Mundkrebs relativ einfach erkennen und somit die Heilungschancen erhöhen. Mundkrebs gehöre weltweit zu den zehn häufigsten Tumoren bei Menschen, teilte der Berufsverband Deutscher Pathologen in Gelsenkirchen mit.

dpa GELSENKIRCHEN. Mit Hilfe eines kleinen Bürstchen können Ärzte Mundkrebs relativ einfach erkennen und somit die Heilungschancen erhöhen. Mundkrebs gehöre weltweit zu den zehn häufigsten Tumoren bei Menschen, teilte der Berufsverband Deutscher Pathologen in Gelsenkirchen mit.

Allein in Deutschland erkrankten jährlich über 10 000 Menschen neu an Tumoren im Mund. Jeder zweite Erkrankte sterbe nach der Diagnose innerhalb von fünf Jahren. Durch frühzeitige Erkennung etwa beim Zahnarzt ließe sich die Sterblichkeitsrate erheblich senken.

Bei der neuen Entnahmetechnik werden mit einem Zahnbürsten ähnlichen Instrument aus verdächtigen Stellen der Mundschleimhaut Zellen abgestrichen und später in einem pathologischen Labor unter dem Mikroskop untersucht. Bislang musste verändertes Gewebe der Mundschleimhaut - wie weißliche oder rötliche Flecken - zur genaueren mikroskopischen Betrachtung unter örtlicher Betäubung mit einem Skalpell herausgeschnitten werden. Ein Vorgang, den viele Patienten scheuten.

Die Bürstentechnik stelle eine einfache und den Patienten nicht belastende Methode zur Mundkrebsfrüherkennung dar. Dadurch könne Mundkrebs häufiger im Frühstadium erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Der jährliche Abstrich durch den Zahnarzt bei Patienten mit verdächtigen Flecken im Mund sei eine Kassenleistung. Der Verband will über Aufklärungsarbeit erreichen, dass Zahnärzte sich entsprechend schulen lassen. Das Verfahren wurde von den Professoren Alfred Böcking und Jürgen Becker vom Universitätsklinikum Düsseldorf entwickelt.

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