Kleinserie ab 2010 geplant
Daimler-Chrysler testet Brennstoffzellen-Antrieb im Alltag

Das Ende für die herkömmlichen Verbrennungsmotoren rückt immer näher. Der DaimlerChrysler-Konzern hat die ersten vier Pkw mit Brennstoffzellen-Antrieb in den Alltagsbetrieb entlassen.

HB BERLIN. Der Brennstoffzellen-Antrieb für Pkw hat das Forschungslabor verlassen. Rund zehn Jahre nach der Vorstellung des ersten Fahrzeugs von DaimlerChrysler werden die Fahrzeuge mit der alternativen Antriebstechnologie auch auf öffentlichen Straßen zu sehen sein.

Der Konzern aus Stuttgart übergab die ersten vier Fahrzeuge zur Erprobung im Alltag an Kunden in Berlin. Die Mercedes-A-Klassen werden für die Deutsche Telekom und den Energiekonzern Vattenfall Europe mit der Bezeichnung «F-Cell» auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs sein.

In Sachen Umweltfreundlichkeit können die herkömmlichen Motoren dem neuen Antrieb nicht das Wasser reichen. Der Elektromotor wird durch Strom angetrieben, der durch eine chemische Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht. Als Ausstoß gibt der Auspuff lediglich reines Wasser und Wärme frei. Laut DaimlerChrysler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber ist die Energieeffizienz doppelt so hoch wie bei einem Verbrennungsmotor.

Weltweit sollen Ende des Jahres 60 Pkw mit Brennstoffzellenantrieb in den Alltagsbetrieb übergeben werden, um die Entwicklung dieses Antriebs zur Marktreife weiter voranzutreiben. Bis jetzt rollen bereits 30 Test-Busse mit Brennstoffzellenantrieb durch zehn Großstädte Europas. Der US-amerikanische Paketservice UPS hat seine Fahrzeuge bereits mit dem umweltfreundlichen Antrieb ausgestattet und auch in Japan sind erste Fahrzeuge unterwegs.

Für 2010 peilt DaimlerChrysler die erste Kleinserien von Brennstoffstellen-Pkw an, wie Weber sagte. Ein erschwinglicher Verkaufspreis soll dann durch höhere Stückzahlen ermöglicht werden. Noch müssen die Verbraucher für einen Pkw mit alternativem Antrieb rund das Zehnfache hinblättern als für normale Serienfahrzeuge.

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