Forschung + Innovation
Kollisionskrater auf Komet Tempel 1 nahezu 250 Meter breit

Die Bilder der vergangene Woche im All erfolgreich inszenierten Kometenkollision übertreffen alle Erwartungen. Das ergab die erste Auswertung der rund 4 500 Aufnahmen.

dpa WASHINGTON. Die Bilder der vergangene Woche im All erfolgreich inszenierten Kometenkollision übertreffen alle Erwartungen. Das ergab die erste Auswertung der rund 4 500 Aufnahmen.

Der Krater, den das Projektil bei dem Zusammenstoß mit dem Kometen Tempel 1 schlug, sei wahrscheinlich nahezu 250 Meter breit, teilte der wissenschaftliche Direktor des Projekts, Michael A'Hearn, am Freitag in Pasadena (Kalifornien) mit. Das läge am oberen Ende der Erwartungen.

„Die größte Überraschung war die Trübung der Wolke, die das Projektil erzeugte, und das Licht, das davon zurückstrahlte“, sagte A'Hearn. „Das legt nahe, dass der Staub, der aufgewirbelt wurde, extrem fein war, mehr wie Puder als Sand. Die Oberfläche sieht eindeutig nicht so aus, wie die meisten Leute meinen, wenn sie an Kometen denken - wie ein Eiswürfel.“

A'Hearn zeigte sich besonders beeindruckt von den Bildern, die noch Sekunden vor dem Aufschlag von den Kameras auf dem Projektil aufgenommen wurden. „Wir können sogar Objekte mit einem Durchmesser von nur vier Metern ausmachen.“ Das sei zehn Mal besser als alles, was bislang bei anderen Kometenmissionen gelungen sei. Die anderen Bilder wurden von den drei Kameras an Bord der Sonde „Deep Impact“ aufgenommen, die das Projektil in den Weltraum gebracht und 24 Stunden vor dem Aufschlag abgestoßen hatte.

Die Wissenschaftler erhoffen sich von der Auswertung Aufschluss über die Entstehung des Sonnensystems. Kometen gelten als Überbleibsel der Entstehungsgeschichte. (http://www.nasa.gov/deepimpact)

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