Kommunikationslösungen
Schöne neue Netz-Arbeitswelt

Klassische Büroarbeit war gestern. Künftig können Mitarbeiter sich vernetzen und von überall aus arbeiten. Was die IT- und Telekommunikationsdienstleister in Sachen internetbasierte Kommunikationslösungen zu bieten haben.
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DÜSSELDORF. Für Büro-Menschen ist es künftig egal wie, wann und wo sie arbeiten. Sie können über ihren Laptop oder ihr Smartphone von überall auf der Welt auf ihren virtuellen Schreibtisch zugreifen, der irgendwo im Rechenzentrum des Unternehmens oder bei einem IT-Dienstleister gespeichert ist. Der Kollege oder Kunde, mit dem sie kommunizieren wollen, ist durch die Verknüpfung über das Internet immer nur einen Mausklick entfernt.

Besonders praktisch: Programme, die viele bereits aus ihrer privaten Kommunikation kennen, wie beispielsweise Instant-Messaging-Programme, informieren über kleine Icons oder unterschiedliche farbige Symbole darüber, ob der gewünschte Ansprechpartner erreichbar ist - ob dieser gerade an einem Meeting teilnimmt oder über eine Präsentation brütet und nicht gestört werden will. Wenn man den Kollegen erreicht hat und im Gespräch merkt, dass die Diskussion zu zweit nicht weiter führt und es hilfreich wäre, einen Kollegen hinzuzuziehen, reicht wieder ein Blick auf die Kontaktliste, um zu sehen, ob derjenige gerade Zeit hat - und mit einem Mausklick wird aus dem Zweiergespräch eine Telefonkonferenz.

Die Kommunikation über die Distanz lässt sogar Nähe entstehen, die man aus gemeinsamen Besprechungen im Büro kennt. So ermöglichen es sogenannte Desktop-Sharing-Programme, dass die Teilnehmer eines Telefonmeetings Dokumente auf ihren PC gemeinsam ansehen und bearbeiten können. Und per Videokonferenz können sich Entwickler gegenseitig Prototypen von neuen Produkte zeigen und so über alternative Konstruktionslösungen diskutieren.

"Was sich futuristisch anhört, funktioniert im Einzelnen heute schon", sagt Carl Mühlner, Geschäftsführer des Kommunikationsdienstleisters Damovo. Möglich machen dies schnelle Datenleitungen in den Unternehmen, DSL-Verbindungen zuhause oder das mobile Internet per W-Lan oder UMTS. IT-Firmen wie Microsoft, IBM oder Cisco bieten neben der Software das nötige Equipment dafür an.

"Von einer einzigen Software-Plattform können Telefonate, E-Mails oder Konferenzen über einen Klick aus jeder Anwendung heraus gestartet werden", sagt Carolin Müller, Product-Managerin Unified Communications bei Microsoft Deutschland. In den nächsten zehn Jahren dürfte dies in der Geschäftswelt einen ebenso tiefgreifenden Wandel auslösen wie in den 90er-Jahren die E-Mail-Technologie, gibt sich Müller überzeugt.

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