Forschung + Innovation
Kontakt mit Hunden senkt Allergierisiko - Katzen ungünstig

Der Kontakt mit Hunden und Bakterien kann das Allergierisiko von Kindern reduzieren.

dpa MüNCHEN. Der Kontakt mit Hunden und Bakterien kann das Allergierisiko von Kindern reduzieren. Einen gewissen Allergieschutz habe außerdem ein Kind von einem Bauernhof, das gewöhnlich häufiger Kontakt zu bestimmten Bakterien habe, erläuterte der Lübecker Mediziner Professor Torsten Schäfer am Donnerstag auf dem Welt- Allergie-Kongress in München.

„Wir wissen auch, dass Kinder, die eine Wurminfektion durchgemacht haben, seltener an Allergien erkranken“, sagte Schäfer. „Katzen und Nagetiere wie Kaninchen und Meerschweinchen sollten aber von Menschen mit erhöhtem Allergierisiko nicht angeschafft werden.“

Ein Team um Schäfer hat im Rahmen des Aktionsbündnisses Allergieprävention eine Leitlinie zur Vorbeugung von Allergien entwickelt. Nach Angaben der Ärzte haben allergische Krankheiten wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zugenommen. In Deutschland leidet demnach bereits jeder vierte an Heuschnupfen, weltweit ist es jeder Fünfte.

Auch Allergiker dürften jedoch Sport treiben, hieß es weiter. Ein „Sportverbot“ wie früher oft verhängt, müsse nicht sein. Obwohl sie verstärkt den Pollen ausgesetzt seien, haben Freizeitsportler nach einer französischen Studie kein höheres Allergierisiko als die Normalbevölkerung. Etwa 4,5 Prozent der Sportler litten an Asthma, etwa so viele wie unter der Normalbevölkerung. An dem Kongress, der an diesem Freitag zu Ende geht, nehmen insgesamt 10 000 Mediziner und andere Experten teil.

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