Forschung + Innovation
Krebsforscher für engere Kooperation bei Vorbeugung

Krebsforscher haben sich für eine engere europäische Zusammenarbeit bei der Erforschung von krebsvorbeugenden Substanzen ausgesprochen. Es müsse ein europäischer Rahmen für Studien geschaffen werden, sagte der Toxikologe Andreas Gescher von der britischen Universität Leicester.

dpa HEIDELBERG. Krebsforscher haben sich für eine engere europäische Zusammenarbeit bei der Erforschung von krebsvorbeugenden Substanzen ausgesprochen. Es müsse ein europäischer Rahmen für Studien geschaffen werden, sagte der Toxikologe Andreas Gescher von der britischen Universität Leicester. Dies könne ein einzelnes Land nicht leisten.

Bei dem Treffen im Deutschen Krebsforschungszentrum (Dkfz) in Heidelberg hatten sich Wissenschaftler aus Europa über neue Substanzen bei der Krebsprävention und den derzeitigen Forschungsstand ausgetauscht. Außer der Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen gewinne die Prophylaxe von Krebserkrankungen durch Medikamente und Naturstoffe, die so genannten Chemoprävention, zunehmend an Bedeutung, sagte der Dkfz-Abteilungsleiter für Toxikologie, Helmut Bartsch. Zu solchen Naturstoffen gehören beispielsweise so genannte Glucosinolate, die in Kohlgemüse vorkommen, oder auch Lycopin, ein Bestandteil der Tomate. Dies bestätige die These, dass der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse das Krebsrisiko reduzieren könne, erklärte die Dkfz- Pharmazeutin Clarissa Gerhäuser.

Der Fortschritt in der Krebsvorbeugung habe beispielsweise bei Brustkrebs zu einer Senkung des Risikos um 50 Prozent geführt, sagte Biochemiker Julio Celis vom Dänischen Brustkrebsforschungszentrum. Um die bereits erzielten Erkenntnisse auszuweiten, sei jedoch eine umfassende Langzeitforschung notwendig. „Dazu fehlen in Europa aber die Instrumente und die Infrastruktur“, erklärte Celis.

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