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Kritik an Blair wegen missglückter „Beagle“-Landung

Ein Ausschuss des britischen Unterhauses hat die Regierung von Premierminister Tony Blair für die gescheiterte Landung der europäischen Marssonde „Beagle 2“ mitverantwortlich gemacht.

dpa LONDON. Ein Ausschuss des britischen Unterhauses hat die Regierung von Premierminister Tony Blair für die gescheiterte Landung der europäischen Marssonde „Beagle 2“ mitverantwortlich gemacht.

Die Regierung, aber auch die Europäische Raumfahrtagentur Esa, hätten am falschen Ende gespart und eine „Billig-Sonde“ gewollt, kritisierten die Abgeordneten in einem am Dienstag in London veröffentlichten Untersuchungsbericht. Die Sonde hätte am ersten Weihnachtsfeiertag vergangenen Jahres auf dem Mars landen sollen, doch die Esa verlor den Kontakt zu ihr. Nach Einschätzung von Experten ist sie möglicherweise auf der Marsoberfläche zerschellt.

Die Abgeordneten kritisierten, dass die britische Regierung dem „Beagle-2“-Projekt die nötigen finanziellen Mittel vorenthalten habe: „Als Folge davon mussten die Wissenschaftler Prominenten für Werbeverträge hinterherlaufen, obwohl sie die Zeit eigentlich für Raketentests hätten nutzen sollen.“ Die Briten, die bei dem Projekt die Federführung hatten, hätten auch viel zu wenig mit der Esa zusammengearbeitet. Der Esa wiederum hielten die Abgeordneten vor, sich nicht immer ausreichend eingebracht zu haben.

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