Forschung + Innovation
Kritik an Klonforscher Moon

Die Initiative Christdemokraten für das Leben (CDL) hat dem renommierten Klonforscher Shin Yong Moon aus Südkorea eine „Verneblungstaktik“ vorgeworfen.

dpa MüNSTER. Die Initiative Christdemokraten für das Leben (CDL) hat dem renommierten Klonforscher Shin Yong Moon aus Südkorea eine „Verneblungstaktik“ vorgeworfen.

Entgegen seiner jüngsten Äußerungen, wonach es unmöglich sei, Babys durch Klonen zu schaffen, ebne das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken „sehr wohl den Weg zur Erzeugung geklonter Babys“. Das teilte die CDL- Bundesvorsitzende Mechthild Löhr am Dienstag in Münster mit.

Beim Forschungsklonen und dem reproduktiven Klonen sei exakt dieselbe Technik im Spiel, „nämlich das Verfahren, mit dem auch das Klonschaf Dolly erzeugt wurde“, sagte Löhr. Die CDL ist nach eigenen Angaben eine Initiative innerhalb der CDU/CSU. Sie will den Lebensschutz in Deutschland durch politisches Handeln und Bewusstseinsbildung verstärken.

Moon hatte in einem Gespräch mit der dpa gesagt, „es ist unmöglich, Babys durch reproduktives Klonen zu schaffen“. Der Mediziner wies darauf hin, dass 100 geklonte menschliche Embryonen in 100 Leihmütter eingepflanzt werden müssten, um nur einen geklonten Menschen zu erhalten. Höher sei die bislang nur im Tierversuch ermittelte Erfolgsrate nicht. „Es ist vollkommen klar, dass dies unmöglich ist.“ Moon gehört zu den Forschern, die 2004 erstmals einen menschlichen Embryo geklont hatten, um daraus embryonale Stammzellen zu gewinnen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%