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Künast: Deutsches Kinder-Übergewicht den USA auf den Fersen

Beim Übergewicht von Kindern ist Deutschland den USA nach Ansicht von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) „ganz dicht auf den Fersen“.

dpa BERLIN. Beim Übergewicht von Kindern ist Deutschland den USA nach Ansicht von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) „ganz dicht auf den Fersen“. „Es wird zu viel, zu fett und zu süß gegessen“, sagte Künast am Freitag in Berlin bei einem Treffen mit dem US-Staatssekretär für Ernährung, Eric Bost.

Die beiden Politiker beschlossen, künftig enger zusammen zu arbeiten. Zwischen 16 und 17 Prozent der Kinder in den USA leiden an Fettleibigkeit, wie Bost sagte. In Deutschland seien es zehn bis zwölf Prozent.

Künast kündigte einen Wettbewerb an, in dem Städte mit Modellprojekten zu besserer Ernährung gegeneinander antreten sollen. Dafür stehen zehn Mill. Euro zur Verfügung. An die Lebensmittelindustrie appellierte die Ministerin: „Die Wirtschaft muss erkennen, dass sie Teil der Lösung ist.“ Gerade das Geschäft mit gesünderen Lebensmitteln verspreche Profit.

Der FDP-Politiker Michael Goldmann warnte davor, von den USA die Konzentration auf das Kalorienzählen zu übernehmen. „Nicht ein Big Mac macht dick, sondern zu viel Stillsitzen.“ Auch Künast sagte: „Der Hamburger per se ist nicht schlecht, aber je größer er ist und je mehr Käse er enthält, desto mehr müssen sie dafür einen Ausgleich schaffen.“ Keine einseitige, eine ausgewogene Ernährung sei richtig.

Bost und Künast hatten in ihren Ländern vor Kurzem so genannte Lebensmittelpyramiden vorgestellt, die bildlich zeigen, was zu einer gesunden Ernährung gehört.

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