Künstlicher Himmelskörper
Erster Galileo-Satellit geht auf Position

Das Galileo-Zeitalter hat begonnen: Der erste von zwei Testsatelliten für das europäische Navigationssystem ist gestern Morgen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gestartet.

hsn DÜSSELDORF. Die russische Sojus-Trägerrakete brachte den Testsatelliten „Giove-A“ auf eine Umlaufbahn in 23 200 Kilometern Höhe. Am Abend hatte der Satellit seine endgültige Position erreicht.

Der Start des Testsatelliten sei ein wichtiger Meilenstein für Galileo, sagt Dominique Detain von der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Paris. „Der Übergang von der Theorie zur Praxis ist ein wesentlicher Schritt“, sagt Detain. Die Europäer betreten mit Galileo in mehrfacher Hinsicht Neuland. Mit dem so genannten mittleren Orbit fehlen noch Erfahrungen. „Wir kennen die radioelektrische Umgebung dieser Umlaufbahnen noch nicht genau“, sagt Detain.

Der kleine Satellit soll vor allem Frequenzrechte sichern, die Galileo von der Internationalen Fernmeldeunion zugeteilt wurden. Damit diese nicht verloren gehen, muss ein Satellit spätestens im Juni 2006 ein Signal aus dem Weltraum senden. Falls Giove-A Probleme bereitet, steht Giove-B bereit. Dieser zweite Testsatellit soll im März in den Weltraum gebracht werden.

Darüber hinaus wird der Satellit während seiner auf zwei Jahre angelegten Mission aus einer stabilen Umlaufbahn heraus neue Technologien testen, darunter zwei Rubidium-Atomuhren und neue, speziell für Galileo entwickelte Signalgeneratoren. Erprobt werden sollen zudem neue Schlüsseltechnologien unter erhöhter Strahlungsintensität im All.

2008 folgt dann die erste Mini-Flotte mit vier Galileo-Satelliten. Ende 2010 sollen 30 Galileo-Satelliten die Erde umkreisen und eine bis auf zehn Zentimeter genaue und damit präzisere Ortsbestimmung als das amerikanische Konkurrenzsystem „Global Positioning Service (GPS)“ ermöglichen.

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