Forschung + Innovation
Kupfermangel könnte Alzheimer begünstigen

Kupfermangel kann möglicherweise die Alzheimer-Krankheit begünstigen. Das schließen deutsche Forscher aus der Untersuchung demenzkranker Patienten.

dpa BERLIN. Kupfermangel kann möglicherweise die Alzheimer-Krankheit begünstigen. Das schließen deutsche Forscher aus der Untersuchung demenzkranker Patienten. Es gebe vermehrt Hinweise darauf, dass der Stoffwechsel des lebenswichtigen Metalls bei Alzheimer beeinträchtigt sei, teilte die Freie Universität Berlin mit.

Eine Studie mit 32 Alzheimer-Patienten stütze die These, dass die meisten Alzheimerkranken unter Kupfermangel litten. Eine verstärkte Kupfersalzaufnahme über die Nahrung könne ihren Gesundheitszustand möglicherweise verbessern.

Bei Alzheimer-Patienten falle der Kupferspiegel im Hirngewebe weitaus niedriger aus als bei gesunden Menschen, hieß es. In der Studie schnitten die Probanden in einem Hirnleistungstest umso schlechter ab, je niedriger ihr Kupferspiegel war. Die Studie soll im September im „Journal of Alzheimer's Disease“ veröffentlicht werden.

Die Wissenschaftler um den Berliner Biochemiker Gerd Multhaup und den Saarländer Neurobiologen Thomas Bayer vermuten, dass bei Alzheimer der Kupferstoffwechsel in den Zellen gestört ist. Das so genannte Amyloid-Vorläuferprotein (APP) könne keine Bindungen eingehen und produziere stattdessen die schädlichen Ablagerungen (Plaques), die die Hirnzellen zerstören.

Ob eine vermehrte Aufnahme von Kupfer über die Nahrung der Behandlung nützen kann, wird derzeit in einer weiteren Studie untersucht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%