Leicht, extrem stabil und dehnungsfähig
Neuartiger Stahl macht Autos leichter

Um das Fahrzeuggewicht von Autos weiter reduzieren zu können, haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf eine neue Werkstoffklasse für Leichtbaustähle entwickelt.

HB/hsn DÜSSELDORF. Die neuen Materialien seien sehr leicht, zudem aber extrem stabil und besonders dehnungsfähig. Große Stahlkonzerne hätten die neuen Werkstoffe als deutlichen Entwicklungssprung für die Fahrzeugproduktion gelobt, berichten die Forscher.

Aus langjähriger Erfahrung und thermodynamischen Berechnungen folgerte Georg Frommeyer, Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, dass sich für die neuen Leichtbaustähle insbesondere eine Mischung (Legierung) von Eisen mit Mangan, Silizium und Aluminium eignen müsste. Als besonders fest erwies sich ein Stahl mit einem Gehalt von 15 Prozent Mangan und jeweils 3 Prozent Aluminium und Silizium: Er lässt sich um mehr als 50 Prozent dehnen. Zugleich verfestigt er sich stark, ohne zu zerreißen. Das macht diesen Stahl zum idealen Material für Crash-Bauteile im Motorraum, die sich bei einem Aufprall gezielt zusammenfalten.

Frommeyers Arbeitsgruppe kooperiert seit längerem mit der Salzgitter AG und der Thyssen-Krupp Stahl AG. Die Hersteller seien davon überzeugt, dass sich mit den neuen Stählen Bauteile realisieren lassen, die sogar leichter als Aluminiumkomponenten sind, berichten die Materialforscher im aktuellen Wissenschaftsmagazins der Max- Planck-Forschung. Mit der neuen Werkstoffklasse könne man dank der verbesserten Eigenschaften dünnere Bleche herstellen und so dass Gewicht deutlich reduzieren. Die Stahlfirmen rechnen damit, dass die Legierungen bei den neuen Fahrzeuggenerationen ab 2009 oder 2010 zum Einsatz kommen.

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