Leiterplatten
Wissen, was die Kunden morgen wollen

Die Elektronik-Bauteile werden immer kleiner, die Preise sind kaputt. Trotzdem schafft es die Dürener Isola AG, die richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen.

DÜREN. Die Denkfabrik der Isola AG ist weiß. Keine roten Klinkermauern wie bei den alten Werkhallen, die noch aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts stammen. Keine blauen Metallwände, die die später gebauten Produktionsgebäude umgeben. Das Entwicklungsgebäude in Düren westlich von Köln – eines von drei Technologiezentren weltweit – wurde aus weißen Steinen errichtet. Ein zweistöckiger Bau, durch den ein heller, geräumiger Flur führt. „Diese offene Architektur bietet das optimale Umfeld für die Entwicklung innovativer Produkte“, sagt Wolfgang Alberth, der bei dem Hersteller von Basismaterialien für Leiterplatten die weltweite Entwicklung leitet.

Isola ist Spezialist für kupferkaschierte glasfaserverstärkte Basismaterialien und das erste Glied in einer Zulieferkette, die bei den Herstellern von Laptops, Mobiltelefonen, Industriesteuerungen, medizinischen Geräte und Autos endet. Die Produkte finden sich in Swatch-Uhren genauso wie in Nokia-Handys oder Mercedes-Limousinen. Im Dürener Denktempel gilt es, die führende Position auf dem Weltmarkt für Elektroniklaminate zu verteidigen. 25 % daran hält das 1912 in der Stadt an der Rur gegründete Unternehmen, das heute in Europa, Asien und Nordamerika 2 400 Menschen beschäftigt.

Wie viele ihrer Kunden musste die Isola AG jüngst Rückschläge verdauen. Der Umsatz ist seit dem New-Economy-Boom 2000 von 1,05 Mrd. auf 380 Mill. Euro im vergangenen Jahr gesunken. Zudem werden die Bauteile immer kleiner – ebenfalls mit Folgen für das Geschäft. Zwar nehmen laut Alberth derzeit zum ersten Mal seit drei Jahren die nachgefragten Mengen wieder zu. „Doch die Preise sind kaputt und der Preis für das Rohmaterial steigt“, sagt er. „Wir sind daher gezwungen nun Schritt für Schritt unsere Preise dieser Entwicklung anzupassen.“

Die Anforderungen an die Isola-Entwickler sind hoch, denn sie müssen neben dem fachlichem Know-how auch möglichst detaillierte Kenntnisse über die verschiedensten Produktanwendungen besitzen. Das größte Problem für die Isola-Experten ist jedoch die Vorlaufzeit: „Wir müssen Produkte entwickeln, die in ein oder zwei Jahren gekauft werden“, sagt Alberth. Denn in jedem Elektroniklaminat stecken bis zu 15 Monate Entwicklungszeit. Deshalb sei es wichtig, die Produkt- Roadmap der einzelnen Endhersteller genau zu kennen. „Bei der Schnelllebigkeit in der Elektronik ist es unerlässlich, die Anforderungen des Marktes zeitnah in Produkte umzusetzen“, erläutert Alberth die Herausforderung.

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