Leuchtdioden
Die Hoffnung auf das große OLED-Geschäft

Organische Leuchtdioden (OLEDs) elektrisieren die Industrie seit Jahren, denn sie sind günstig im Energieverbrauch, günstig herzustellen und günstig für flexible Anwendungen. Erste Produkte erobern jetzt den Markt.

BERLIN. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) hat zusammen mit dem Unternehmen TES-Frontdesign eine OLED-Tastatur entwickelt, mit der Gebrauchsgeräte ausgestattet werden sollen. Ein leuchtendes Symbol zeigt etwa an, welche Taste man dürcken muss, damit der Kaffeeautomat Cappuccino herstellt. Das OLED-Symbol ist wandelbar und dient zugleich als Schalter. Damit müssen die Tasten nicht mehr bedruckt oder hinterleuchtet werden.

„Die neuartige OLED-Tastatur bringt viele Vorteile – auch für die Bedienfelder von großen Maschinen, die in der industriellen Fertigung eingesetzt werden“, sagt Armin Wedel, Abteilungsleiter am IAP. „Der Anwender erhält über die Tasten selbst eine Information darüber, ob die Maschine eingeschaltet ist und welche Anwendung gerade läuft. Das auch in sehr dunklen Räumen.“ Die nur zwei Millimeter dicke Folientastatur wird bereits an einer Kaffeemaschine erprobt. TES Frontdesign plant nun, die OLED-Tastatur zusätzlich im Maschinenbau einsetzen.

Solche kleinen Anwendungen sind recht unproblematisch, da sie mit der sogenannten Passivmatrix arbeiten. Dabei wird ein bestimmtes Pixel durch das Anlegen einer Spannung angesteuert, wofür nur zwei Leitungen notwendig sind. Bei großen Bildschirmen muss jedoch mehr Aufwand betrieben werden. Über die so genannte Aktivmatrix wird jeder Pixel einzeln über einen eigenen Transistor angesteuert, wozu vier Leitungen nötig sind. Das ist aufwändig und noch sehr teuer, weswegen OLED-Bildschirme bislang noch keine Konkurrenz für die heutigen LCD-Displays sind.

Doch das wird sich ändern. Ende vergangenen Jahres brachte Sony den ersten OLED-Fernseher namens XEL-1 mit einem drei Millimeter dünnen Bildschirm auf den Markt. Da die Diagonale nur 23 Zentimeter (11 Zoll) misst, ist das zunächst nur in den USA und Japan erhältliche Gerät mit umgerechnet 1 200 Euro noch recht teuer. Samsung, der zweite große Player auf diesem Gebiet, zeigte vor drei Jahren einen Prototypen mit 40 Zoll-Panel. Auf der letzten Cebit präsentierten die Koreaner einen 14- und einen 31-Zöller. Die kleine Variante soll im nächsten Jahr verkauft werden.

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