Leuchtdioden im Stahlgewebe
Fassaden werden zu Displays

Ein an Fassaden befestigtes Stahlnetz bietet neue Möglichkeiten bei der Nutzung von Gebäuden für die Werbung. In das Netz eingewebte LED-Profile ermöglichen es beispielsweise, rund um die Uhr Videos abzuspielen oder Grafiken zu zeigen. Gleichzeitig dient das Edelstahlgewebe vor Wind und Wetter.

mer DÜSSELDORF. Vorteil des „Mediamesh“ getauften Produkts, das die technische Metallweberei GKD - Gebr. Kufferath AG in Düren gemeinsam mit der Kölner Firma AG4 Media Facade entwickelt hat: Das Edelstahlgewebe dient gleichzeitig als Schutz vor Wind und Sonne, es bietet volle Transparenz und ist nicht brennbar. Zudem ist es nach Angaben der Hersteller witterungs- und temperaturbeständig.

17 Prototypen des mit LEDs bestückten Edelstahlgewebes hatten GKD und AG4 entwickelt bis sie das so genannte Mediamesh Ende vergangenen Jahres zum Patent anmeldeten. Das Prinzip: In das Seilgewebe aus Edelstahl sind Hülsen eingewoben. Diese dienen als mechanische Schnittstelle zu Rundprofilen, in die Licht emittierende Dioden (LEDs) wasserdicht eingesetzt werden. Je 16 Profile sind verkabelt; jeder Bildpunkt kann einzeln angesteuert werden. Die Steuereinheiten für die LEDs werden in Geschossdecken eingesetzt und mit Zentralserver im Gebäude verbunden. Per Internet gelangen die Daten an die Dioden.

Das Edelstahlgewebe wird von den Herstellern für jedes Gebäude passend gefertigt und anschließend am Gebäude montiert. Je nach Anzahl der eingewebten LEDs können an den Fassaden einfache Grafiken bis hin zu hochauflösenden Videos präsentiert werden. Jeder Bildpunkt setzt sich aus mindestens drei LEDs (Rot, grün und blau zusammen). Je dichter der horizontale und vertikale Abstand dieser Leuchtdioden in den Profilen gewählt wird, desto feiner wird die Bildauflösung.

Laut Hersteller können auf Mediamesh gezeigte Videos auch auf fünf Kilometer Distanz noch angeschaut werden. Minimaler Abstand des Betrachters, um die Abbildungen zu betrachten, seien 20 Meter.

Architekten oder Hausbesitzer, die ihre Fassade nicht gleich in ein Display verwandeln wollen, können die Leuchtdioden auch zur farbigen Ausleuchtung der Hauswand nutzen. Die LED-Profile werden dazu über spezielle Halterungen von vorne an das Edelstahlnetz montiert. Ein erstes Projekt mit dem neuen Stahlnetz ist zwar noch nicht umgesetzt. Doch GKD-Vorstand Ingo Kufferath zeigt sich zuversichtlich: „Die Resonanz bei den Architekten ist enorm. Wir erhalten fast täglich Anfragen aus aller Welt.“

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