Leuchtdioden statt Glühbirnen: Kaltes Licht spart Energie

Leuchtdioden statt Glühbirnen
Kaltes Licht spart Energie

Die Tage der guten alten Glühbirne sind gezählt. Spätestens seit Australien angekündigt hat, bis 2010 alle herkömmlichen Birnen aus dem Verkehr ziehen will, verstärken die Anbieter von Energiesparlampen und Leuchtdioden ihr Engagement, um den guten alten Wolframdraht möglichst bald abzulösen. In einem Schweizer Supermarkt werden bereits alternative Lichtquellen getestet.

BERLIN. In dem Migros-Supermarkt im schweizerischen Eschenbach hat die Zukunft schon begonnen. Seit ein paar Tagen wird der 829 Quadratmeter große Laden komplett mit Leuchtdioden (LEDs) beleuchtet. Rund 18 000 Hochleistungs-Leuchtdioden tauchen das Geschäft in ein freundliches Licht. Die energiesparenden Leuchtmittel geben kaum Wärme ab und senken den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent. Übliche Glühbirnen dagegen wandeln 95 Prozent der Energie in Wärme um und geben nur fünf Prozent als Licht ab.

Willkommener Nebeneffekt der LEDs: Da die Leuchtdioden weder Infrarotstrahlung noch UV-Licht absondern, besteht nicht die Gefahr, dass sie zum Verderb der Frischware beitragen. Die Leuchten könnten daher auch näher an den Produkten in den Regalen angebracht werden, sagt Markus Vetterli, Projektleiter bei Osram in der Schweiz. Das Unternehmen hat die LEDs für den Supermarkt geliefert.

Die weißen Dioden sind zudem haltbarer als Glühbirnen: Sie leuchten bis zu 50 000, die farbigen bis zu 100 000 Stunden. Glühbirnen müssten dagegen bereits nach 1 000 Stunden ausgetauscht werden. „Selbst bei der Beleuchtung während zehn Stunden täglich an sechs Tagen in der Woche beträgt die durchschnittliche Lebensdauer der weißen LEDs 16 Jahre“, so Vetterli.

Kein Wunder, dass Städte wie Aachen ihre Ampeln auf diese Technik umrüsten und damit jährlich 70 000 Euro Stromkosten sparen. Für den Hausgebrauch sind LEDs aber heute noch nicht uneingeschränkt einsatzbereit. „Sie sind noch zu teuer, um massenhaft für die Beleuchtung eingesetzt zu werden, was nicht zuletzt an der aufwendigen Steuerungselektronik für Hochleistungs-LEDs liegt“, erläutert Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der Fachverbände Elektroleuchten und Elektrische Lampen des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI).

Daher werden Leuchtdioden derzeit eher noch als Akzent- und Zusatzbeleuchtung eingesetzt. Hinzu kommt, dass die Grundfarbe der LEDs blau ist. Erst durch so genannte Konversionsschichten, wird das Dioden-Licht in weiß umgewandelt, das vielen aber noch zu kalt für eine heimelige Beleuchtung erscheint.

Seite 1:

Kaltes Licht spart Energie

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%