Leuchtstoffröhren zünden wie Glühlampen
Chip senkt den Energiebedarf

Ein neuer Chip für Leuchtstoffröhren, der von Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies entwickelt wurde, spart Strom und sorgt für mehr Komfort: Die Röhren zünden wie Glühlampen – ohne Schaltpause – und lassen sich sogar dimmen.

HB/hsn DÜSSELDORF. Die Auslieferung des Chips soll in großen Stückzahlen bereits im November starten. Anfang des nächsten Jahres werden dann erste Lampen, die mit dem so genannten „LightMOS- Chip“ ausgerüstet sind, in den Handel kommen. Erste Anbieter sind wahrscheinlich die Leuchtstoffröhrenhersteller Osram und das amerikanische Unternehmen Universal Lighting.

Infineon schätzt den weltweiten Bedarf an Chips für elektronische Vorschaltgeräte bis 2005 insgesamt auf 600 Mill. Stück, allein 240 Millionen davon würden in Europa benötigt. Die neuen Leuchten mit dem Chip werden zunächst für Lampen in Büros, in Einkaufszentren und Fabrikhallen angeboten. Erst später soll der neue Chip auch in kleineren Energiesparlampen integriert werden, in Wohnungen eingesetzt werden.

Der Chip, der rund 15 % billiger ist als bislang in Leuchtstoffröhren genutzte Halbleiter, wird in so genannte Vorschaltgeräte eingebaut, mit denen das fluoreszierende Gas im Inneren der Glasröhren zum Leuchten gebracht wird. Etwa 80 % dieser Vorschaltgeräte arbeiten heute noch magnetisch – mit Spulen, Kondensator und einem Zünder. „Die elektronischen Vorschaltgeräte mit dem LightMOS-Chip nutzen den Strom effizienter, erläutert Reinhard Ploß, Leiter des Bereichs Automobil- und Industrieelektronik bei Infineon. So dass der Energiebedarf für die Leuchtstoffröhren künftig um bis zu 25 % sinken werde.

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