Licht-Technologie
Großes Licht für kleines Geld

Organische Leuchtdioden sind die Lichtquellen von morgen. Dass sie im Markt bisher kaum eine Rolle spielen, liegt an ihrem hohen Preis. Bis zum Jahr 2014 wollen die Unternehmen den mit effizienterer Produktion senken.
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BerlinDer Industriedesigner Ingo Maurer ist leidenschaftlicher Verfechter der Glühbirne. Doch bei organischen LEDs (OLED) gerät er ins Schwärmen. Die Technologie eröffne ihm ganz neue Möglichkeiten: „Ein fantastisches Geschenk für uns Gestalter“, befindet Maurer.

OLED-Leuchtkörper bestehen aus Schichten, die zusammen 50-mal dünner sind als ein menschliches Haar. Nacheinander werden sie auf eine Fläche aufgedampft – selbst biegsame Materialen eignen sich als Basis. Eine integrierte Halbleiterschicht wird mit Hilfe von Strom zum Leuchten gebracht. Je nach Material entstehen verschiedene Lichtfarben.

Nach und nach bringen Hersteller wie Samsung, Osram und Philips erste Produkte auf den Markt. Noch aber ist die OLED-Technologie teuer. „Es ist noch ein Nischenmarkt“, sagt Gerd Günther, Geschäftsführer bei Novaled in Dresden. Das Unternehmen hat sich als OLED-Zulieferer etabliert und bietet seit kurzem eine eigene OLED-Luxuslampe an. Günther erwartet, dass ab 2014 OLED-Lampen zwar zu hohen, doch für einen größeren Kundenkreis bezahlbaren Preisen auf den Markt kommen.

Bis dahin werden die Hersteller die Produktion deutlich ausweiten. Osram etwa hat gerade in Regensburg eine Pilotproduktion eröffnet. Bis 2014 habe man die Prozesse ausreichend optimiert, um die Produktionskosten um 90 Prozent zu senken, sagt Sprecher Christian Bölling. Die immer schnellere Bestückung immer größerer Flächen sowie der Einsatz größerer Mengen von Ausgangsmaterialien werde den Preis deutlich drücken.

Novaled-Geschäftsführer Günther ist überzeugt, dass die Größeneffekte auch danach greifen: „Spätestens bis 2020 wird die Technologie so weit sein, dass man mit OLED-Panels ganze Decken und Wände zu vertretbaren Kosten auskleiden kann.“

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