Location Based Services
Sonderkonjunktur für mobile Dienste

Erst hochbejubelt und dann beinahe in der Versenkung verschwunden – doch die Location Based Services (LBS) leben weiter. Um die standortbezogenen Dienste ist es zwar bei weitem ruhiger geworden als in deren Geburtsstunde, doch es keimen immer mehr Einsatzgebiete und Anwendungen.

HB DÜSSELDORF. Immerhin 4500 beunruhigte Elternpaare fahnden mittlerweile deutschlandweit mittels standortbezogenen Diensten oder Location Based Services (LBS) nach ihren Kleinen. Nicht zur permanenten Überwachung, aber immer wenn das Interesse nach dem Aufenthaltsort des Kindes größer wird als das Vertrauen, nutzen besorgte Eltern die Homepage von „Trackyourkid“. Sie müssen dafür nur die Nummer des gesuchten Mobiltelefons des Kindes in eine Suchmaske eingeben, schon erhalten sie den Aufenthaltsort des Handys ihres Kindes mit Angabe von Straßen und Hausnummern und der Möglichkeit, sich die Fundstelle auf einem Kartenausschnitt anzeigen zu lassen. Das Ganze funktioniert auch per Mobiltelefon. Von Punktgenauigkeit ist man mit Hilfe dieser Ortungstechnik über die Mobilfunkzellen der Netzbetreiber aber noch weit entfernt. Dirk Teubner, Geschäftsführer des Trackyourkid-Anbieters Armex, spricht von 100 bis 250 Meter Genauigkeit im städtischen und bis zu 10 Kilometer im ländlichen Bereich.

Werden präzisere Ortungen benötigt, setzen LBS auf dem amerikanischen Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) auf. Anwendungen gibt es reichlich und die Anbieter profitieren davon. „LBS haben Sonderkonjunktur“, erklärt Stefan Heimerl, Vorstand der Mecomo AG in Unterschleißheim. Immer mehr Automobile sind mit GPS-Empfängern ausgestattet, und genau wie die handelsüblichen Handheld-Computer müssen sie mit Diensten gefüttert werden. Nicht nur die einfache Frage „wie komme ich von Punkt A nach Punkt B“, sondern spezialisierte Informationen für spezifische Interessen müssten hier geboten werden. Etwa die Suche nach dem nächstgelegenen Geldautomaten oder einer nahen Apotheke.

Auch die Netzbetreiber treiben die LBS-Anwendungen nach vorne. Freunde- und Partnerfinder sind ebenfalls stark auf dem Vormarsch. Wer sich etwa in Partnerbörsen im Internet bewegt und eine Suchanfrage nach dem Traumprinzen oder der Prinzessin aufgibt, bekommt über sein Mobiltelefon Nachricht, wenn sich ein Typ des gesuchten Profils auf eine bestimmte Distanz nähert. Auf verschiedensten mobilen Portalen und Endgeräten sind Standortfinder nunmehr serienmäßig installiert. Beispielsweise auf den WAP- und PDA-Portalen der Sparkassen, auf denen sich die Filialen und Geldautomaten anzeigen lassen.

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