Luftfahrtmesse ILA
Und der Haifisch, der hat Flügel

Um die Effizienz ihrer Flugzeuge zu verbessern, setzen die Hersteller verstärkt auf Haifischflügel. Auf der ILA startet erstmals eine A320 mit den sogenannten Sharklets. Ganz neu ist die Erfindung allerdings nicht.
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BerlinEs ist eine ambitionierte Prognose: Bis 2031 sollen weltweit mehr als doppelt so viele Flugzeuge am Himmel unterwegs sein als heute, schätzt Airbus. Jedes Jahr soll der internationale Flugverkehr um 4,7 Prozent wachsen. Angesichts der Umweltbelastungen, die bereits heute durch die Luftfahrt entstehen, scheint dieses Wachstum kaum vorstellbar.

Doch Airbus verweist bei Einwänden gerne auf die bisherigen Effizienzerfolge: Obwohl der Luftverkehr seit dem Jahr 2000 um 53 Prozent gestiegen sei, habe der Spritverbrauch im gleichen Zeitraum nur um vier Prozent zugelegt.

Hohe Ölpreise und neuen Emissionsregeln dürften den Flugzeugbauer auch in den nächsten Jahren zwingen, den Verbrauch zu senken – und die Aerodynamik zu verbessern. Rund 250 Millionen Euro hat Airbus darum in die Verbesserung der A320-Familie investiert.

Ein Ergebnis dieser Forschung: Haifischflossen, so genannte Sharklets, an den Flügelenden der Flugzeuge, die den Luftwiderstand und damit Spritverbrauch um bis zu vier Prozent senken. „Pro Flugzeug wird so eine jährliche Verringerung der CO2-Emissionen um rund 700 Tonnen erreicht, was dem Jahresausstoß von etwa 200 Autos entspricht“, verspricht der Hersteller.

Auf der ILA in Berlin feierte die A320-Maschine mit den Haifischflügeln nicht nur ihre Deutschland-Premiere, mit AirAsia wurde auch gleich der erste Kunde präsentiert. Ab 2013 sollen die ersten Maschinen mit den neuen Flügeln an die Asiaten ausgeliefert werden.

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