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Luftverschmutzung schwächt Sonne über China

Durch die steigende Luftverschmutzung scheint die Sonne in China nicht mehr so stark wie früher.

dpa PEKING/WASHINGTON. Durch die steigende Luftverschmutzung scheint die Sonne in China nicht mehr so stark wie früher. Die direkte Sonneneinstrahlung ist von 1961 bis 1990 um rund 20 Prozent gesunken, wie Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften im Fachjournal „Geophysical Research Letters“ (DOI: 10.1 029/2004gl022322) berichten.

Sie machen dafür Ruß, Staub und Partikel in der Luft verantwortlich. Auch die monatliche Sonnenscheindauer schrumpfte demnach zwischen 1961 und 2000 um etwa fünf Prozent. Besonders im dicht bevölkerten und wohlhabenderen ostchinesischen Küstengürtel, wo die meiste Industrie angesiedelt ist, komme die Sonne schlechter durch.

Die Forscher analysierten die Sonnenstrahlungsdaten chinesischer Messstationen aus mehreren Jahrzehnten. Die diffuse Sonnenstrahlung, die aus dem Streulicht der Erdatmosphäre besteht, zeigte dabei keinen statistitisch signifikanten Trend. Für die Streuung sind außer den Luftmolekülen selbst auch kleine Staubteilchen in der Atmosphäre verantwortlich.

Diffuse und direkte Strahlung zusammen, die so genannte Globalstrahlung, nahmen zwischen 1965 und 1988 um mehr als zehn Prozent ab. Danach ist die Globalstrahlung vorübergehend wieder angestiegen. Zum aktuellen Trend machen die Forscher - zum Teil wegen Datenmangels - keine Aussagen.

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